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Geschichte

Im Jahre 1954 wurde die Medizinische Akademie Dresden gegründet.

Haus 19 in den 1950er Jahren

Sie ging aus dem Krankenhaus Dresden-Johannstadt hervor, in dem als einzige klinische Einrichtung der Chirurgisch-Medicinischen Akademie die Entbindungsanstalt nach Umzug in ein neues Gebäude neben dem gleichzeitig erbauten Johannstädter Klinikum erhalten geblieben war.

Namhafte Wissenschaftler gehörten zur Gründergeneration der Medizinischen Akademie: der Chirurg Albert Fromme, der Internist Wilhelm Crecelius, der Chirurg Hans Bernhard Sprung, der Internist Otto Rostoski, der Pädiater Georg Oskar Harnapp, der Orthopäde Hans Büschelberger u.v.a..

Die Medizinische Akademie Dresden entwickelte sich neben Berlin und Leipzig zu einer der aktivsten Einrichtungen in der DDR. Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1989/90 erfuhr sie eine strukturelle und personelle Erneuerung.
Auf Beschluss des Sächsischen Landtages von 1992 wurde unter dem Gründungsdekan Professor Dr. med. Dr. h.c. Karl August Bushe am 01.10.1993 die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden gegründet.

Nach Gründung der Medizinischen Akademie im Jahre 1954 gab es zunächst keine neurochirurgischen Betten. Neurotraumatologische Eingriffe wurden von Chirurgen durchgeführt. Bei schwierigen operativen Eingriffen wurden die Patienten in die Nachbaruniversitäten Leipzig oder Berlin überwiesen. Die ersten neurochirurgischen Betten wurden 1965 aufgestellt. Die Klinik stand damals unter Leitung des Chirurgen Professor R. Kirsch. Eine neurochirurgische Station gab es erstmals seit 1967. Sie befand sich in der zweiten Etage der Chirurgischen Klinik.

Professor Dr. med. Dr. med. dent. Peter Schaps war als Oberarzt der Chirurgischen Klinik verantwortlicher Arzt für die neurochirurgischen Patienten. 1932 in Leuna geboren, studierte er Zahnmedizin und Medizin an der Universität Halle/Saale. Dort begann er auch seine Facharztausbildung, die er in Leipzig beendete.
Sein besonderes wissenschaftliches Interesse galt dem Pathomechanismus des Hirndrucks.
Er entwickelte eine Hirndrucksonde und habilitierte sich 1978 über dieses Thema. Auf operativem Gebiet galt sein Interesse den endovaskulären Verfahren, dem extra-intrakraniellen Bypass, der Aneurysma- und Schädelbasischirurgie.

Am 01.04.1990 wurde die Neurochirurgische Station der Chirurgischen Klinik zu einer selbstständigen Abteilung erklärt.

Haus59

Sie verfügte jetzt über 28 Betten, von denen 6 Betten als Wachstation eingerichtet wurden. Die Operationskapazität belief sich von zunächst einem Saal dreimal pro Woche auf schließlich einen Saal täglich. Jährlich wurden ca. 300-500 operative Eingriffe vorgenommen.

Im Jahre 1993 erhielt Frau Professor Dr. med. Gabriele Schackert den Ruf auf die C4-Professur für Neurochirurgie der neugegründeten Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus.

Nach dem Umzug der Klinik in das Haus 59 im Jahre 2002 stehen der Klinik nun drei Operationssäle zur Verfügung, in denen jährlich etwa 2000 operative Eingriffe durchgeführt werden.