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Lymphome

Primäre ZNS-Lymphome sind schnell wachsende Non-Hodgkin-Lymphome (meist diffus großzellige B-Zell-Lymphome), die bei Diagnosestellung im Hirnparenchym, den Hirnhäuten oder im Rückenmark, selten auch in den Augen, lokalisiert sein können.

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ZNS-Lymphome machen ca. 2-3 % aller primären intrakraniellen Tumore aus.
Meist sind ältere Menschen zwischen dem 50. Und 70. Lebensjahr betroffen.

Auffällig werden ZNS-Lymphome durch:
   - Persönlichkeitsveränderungen
   - ein hirnorganisches Psychosyndrom
   - Krampfanfälle oder fokal-neurologische Anfälle.

In der zerebralen Bildgebung mit MRT zeigt sich ein homogen kontrastmittelaufnehmender, uni- oder multilokulärer Tumor, der häufig periventrikulär lokalisiert ist.


Goldstandard zur Diagnosesicherung ist die stereotaktische Biopsie.

  • 10 Tage vor der Operation dürfen keine Glucokortikoide eingenommen werden, da dies die Diagnosestellung unmöglich machen kann.

Die komplette operative Entfernung des Tumors bringt keinen Überlebensvorteil und ist wegen des Risikos neurologischer Ausfälle Einzelfällen vorbehalten.

Bei nachgewiesenem ZNS-Lymphom muss eine Umfelddiagnostik mit:
   - Diffentialblutbild
   - Knochenmarkspunktion
   - Staging-CT
   - HIV-Test und
   - augenärztlicher Untersuchung erfolgen.


Die Therapie wird bei nachgewiesenem ZNS-Lymphom in unserem Haus durch die Kollegen der Medizinischen Klinik I durchgeführt.

  • Im Vordergrund steht die Chemotherapie.
  • Die Untersuchung von Effektivität und Toxizität der verschiedenen Chemotherapie-Protokolle sind Gegenstand laufender Studien.
  • Weitere Therapieoptionen können Ganzhirnbestahlung oder Stammzelltransplantation sein.

>> Die Wahl des Therapieregimes wird in Abhängigkeit von Allgemeinzustand, Alter und Morbidität des Patienten getroffen.