Personal tools

Biomechanik in der Neuroonkologie


Kooperation

PD Dr. habil. R. Galli (Medizinische Physik und biomedizinische Technik, Medizinische Fakultät TU Dresden)

M. Sc. J. Rix (Klinisches Sensoring und Monitoring, Medizinische Fakultät TU Dresden)


Tumore besitzen mechanische Eigenschaften, die sich von denen des Normalgewebes unterscheiden. So ist das z. B. das metastatische Potential von den zellmechanischen Eigenschaften abhängig. Weiterhin stehen die Invasion und die Metastasierung von Tumorzellen in engem Zusammenhang mit der Steifigkeit der Mikroumgebung.

In der Neuroonkologie steht die Untersuchung der Zellbiomechanik noch am Anfang, wobei einige Forschungsarbeiten ihr eine enorme Bedeutung zuweisen.

Die Brillouin Spektroskopie ist eine optische Analysemethode zur nicht-invasiven, kontakt- und färbefreien Untersuchung der Steifigkeit einer Probe. Die Methode ist ein innovativer Ansatz zur Gewebsanalyse und wird zurzeit nur von wenigen biophysikalischen Forschungsgruppen weltweit verfolgt. Die Kombination von Brillouin und Raman-Spektroskopie ermöglicht die Messung der mechanischen Eigenschaften simultan mit der biochemischen Signatur als Referenz.

Ein solcher, kombinierter Aufbau wurde im neurochirurgischen Forschungslabor in Zusammenarbeit mit technischen Arbeitsgruppen realisiert und wird zur Erforschung von Hirntumoren genutzt (Förderung durch das NCT, Projekt: Brillouin-Raman Microscope).

Ziel ist es die Korrelation zwischen Biomechanik und zugrundeliegenden Zellbestandteilen sowie dem funktionellen Zustand der Zellen herzustellen.

Weiterhin werden humane Hirntumore mit dem Ziel untersucht, deren biomechanischen Eigenschaften zu bestimmen, um neoplastische Veränderungen der Biomechanik zu identifizieren.

 Brillouin