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Funktionelle Neurochirurgie

Funktionelle Neurochirurgie

Stereotaxie

Bei stereotaktischen Eingriffen werden mit Hilfe verschiedener Sonden oder Kanülen punktuelle Hirnoperationen durchgeführt.
Grundlage dafür ist ein dreidimensionales Koordinatensystem, das im Ergebnis bildgebender Diagnostik (z. B. durch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT)) eine millimetergenaue „Vermessung“ des Gehirns ermöglicht.
Da die Operation mit einer minimalen Gewebetraumatisierung einhergeht, kann sie in der Regel in örtlicher Betäubung vorgenommen werden.

In unserer Klinik werden jährlich etwa 100 stereotaktische Operationen ausgeführt. Dazu zählen vorrangig Probeentnahmen aus Hirntumoren, aber auch funktionelle stereotaktische Eingriffe.

Um eine größtmögliche Genauigkeit zu erzielen, werden besondere Anforderungen an die apparative Ausstattung gestellt.

Unsere Einrichtung verfügt u.a. über folgende technische Voraussetzungen:

- Datengewinnung im 1,5-Tesla-MRT und 3-Tesla-MRT
- Bildfusion CT-MRT mit Einbindung stereotaktischer Atlanten
- ZD-Zielgerät (Leibinger/Fischer)
- Mikroelektrodenableitung und –stimulation (ISIS-MER-System,
Inomed)

Dreidimensionale Zielpunktplanung
zur stereotaktischen Elektrodenimplantation
für einen Patienten mit Morbus Parkinson

Funktionelle Stereotaxie

Bei der tiefen Hirnstimulation wird mit Hilfe eines voll implantierbaren Impulsgenerators über stereotaktisch eingeführte Elektroden eine elektrische Stimulation genau definierter Hirnstrukturen Stereotaxie vorgenommen.
Die Stimulationsparameter können nach der Implantation telemetrisch verändert werden, um bei fortschreitender Grundkrankheit die Wirksamkeit der Therapie zu erhöhen oder Nebenwirkungen zu reduzieren.

Sind die Elektroden korrekt platziert, können die Hauptsymptome des Morbus Parkinson (Muskelsteifheit, Zittern und Bewegungsarmut) wirksam unterdrückt werden.

Patienten mit Essentiellem Tremor oder einer schweren Dystonie (z. B. Schiefhals) können auf gleiche Weise behandelt werden.

Bestandteile eines Hirnstimulationssystems
(Stimulationselektrode, Verlängerung, Impulsgeber)

Es stehen verschiedene Zielpunkte für die Elektrodenimplantation zur Verfügung, wobei sich beim M. Parkinson der Nucleus subthalamicus durchgesetzt hat. Durch dessen hochfrequente Stimulation kann eine deutliche Verbesserung der motorischen Fähigkeiten der Patienten erzielt werden. Postoperativ kann die Dosis der täglich eingenommenen Medikamente schrittweise reduziert werden.


Diese Behandlung des M. Parkinson erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Dresden.