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Die Tast- und Spielewand für die Autismusambulanz

Die Tast- und Spielewand für die Autismusambulanz

Den meisten Menschen mit einer Autismusspektrumstörung fällt das Warten sehr, sehr schwer. Eine nicht durch Tätigkeiten strukturierte Zeitspanne fühlt sich dann - wie sprichwörtlich formuliert- tatsächlich „ewig“ an.

Die Terminplanung in unserer Autismusambulanz nimmt darauf weitgehend schon primär Rücksicht. Dennoch stellen gerade die nicht ganz vermeidbaren und unvorhersehbaren, kleinen Verzögerungen unsere kleinen und großen Patientinnen und Patienten vor eine echte Herausforderung. Während einigen von ihnen die Überbrückung der Wartezeit mit gängigen Beschäftigungen wie Lesen, Smartphone nutzen, Malen oder etwas Bauen gut gelingt, gibt es weitere, die ein beruhigendes und ablenkendes Angebot brauchen, das alle Sinne anspricht.

In Zusammenarbeit mit der Holzwerkstatt von Frau Britta Fahr wurde ein Konzept entwickelt, welches die nahezu 30 Meter lange Flurlänge strukturiert und die einzelnen Wandabschnitte zwischen den Türen - angelehnt an ihre Lage - farblich in vier Bereiche gliedert und diesen unterschiedliche Beschäftigungsstrukturen zuweist:

  • Eingangsbereich (blau, Begleitung /Erwachsene) = ruhig, statisch: Informatives
  • Durchgang (gelb, Jugendliche/ Erwachsene) = ruhig, statisch: Technik/Ordnung/Struktur
  • Warte- und Anmeldebereich (grün, Kinder) = ruhig, statisch: Sinne/Optik/Tasten
  • Wartezimmer (violett, Kleinkinderbereich) = aktiv, Geräusche: Spiel

Die türhohen Farbflächen werden locker und nicht durchgehend über den vorderen Flurabschnitt bis zur verglasten Trenntür verteilt und leiten die Besucher zur Anmeldung.Tast_u_Spielewand_Autambu

Dabei werden die Flächen optisch und passend zu den unterschiedlichen Strukturen mit verschiedenen Beschäftigungselementen bedeckt. So begleiten zum Beispiel Sandrieselelemente das Vergehen der Zeit und bieten diskrete Höreindrücke für den oft überempfindlichen Hörsinn unserer kleinen und großen Patientinnen und Patienten. 
Zum kommunikativen Spiel laden z. B. Magnetland-schaften oder Rechenschieber ein.

Um das Gesamtkonzept umsetzen zu können, werden ca. 5.000 Euro benötigt, geplant ist allerdings eine schrittweise Umsetzung des Konzepts, sodass durch die Spenden die einzelnen Beschäftigungsstrukturen Schritt für Schritt realisiert werden können.

Stiftung Hochschulmedizin Dresden 
Ostsächsische Sparkasse Dresden 
IBAN DE27 8505 0300 0221 0457 40 
BIC OSDDDE81XXX 
Verwendungszweck: Zuwendung KJP Tast- und Spielwand

Bei Fragen zu unserem Hip-Hop-Projekt steht Ihnen Frau Dr. Albertowski telefonisch unter 0351 458 7124 sowie per sehr gern zur Verfügung.

 

abgelegt unter: Spendenprojekt