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Initiative "Dresden rettet Leben" startet in die Woche der Wiederbelebung
17. September 2018

Initiative "Dresden rettet Leben" startet in die Woche der Wiederbelebung

Mit einer ganztägigen Aktion vor der Altmarkt Galerie (auf dem Dr.-Külz-Ring) Dresden fielam Sonnabend, dem 15. September, der Startschuss für die jährlich stattfindende „Woche der Wiederbelebung“. Ziel der Aktionen ist es, den Menschen die Angst zu nehmen, Erste Hilfe im Notfall zu leisten. In diesem Rahmen finden zwei Aktionstage statt, in deren Mittelpunkt Informationen zur Herzdruckmassage sowie anschließend Kurztrainings mit Simulationspuppen stehen. Neben der Auftaktveranstaltung auf dem Dr.-Külz-Ring gibt es am 22. September einen zweiten Aktionstag im Elbepark. Am selben Tag ist die „Woche der Wiederbelebung“ beim Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Darmstadt 98 mit einem Informationsstand und Übungspuppen im VIP-Bereich des Stadions präsent. Initiatoren der Aktionswoche sind das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, die Landeshauptstadt Dresden, der DRK Kreisverband Dresden e.V., der Regionalverband Dresden der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., der Malteser Hilfsdienst e.V. sowie die Arbeitsgemeinschaft für Erste Hilfe und Notfallkunde der Medizinstudenten e.V.

Den Auftakt der „Woche der Wiederbelebung“ bildete am Sonnabend (15. September) der Reanimationstag auf dem Dr.-Külz-Ring. Von 10 bis 18 Uhr konnten Kinder und ihre Eltern, aber auch alle Interessierten erleben, dass jeder ein Lebensretter sein kann. In diesem Rahmen lernten die Erwachsenen alles über lebensrettende Maßnahmen wie beispielsweise die Herz-Lungen-Wiederbelebung oder die stabile Seitenlage, während der Nachwuchs an unterschiedlichen Stationen mit Spiel und Spaß Notfallsituationen unter anderem an geschminkten Wunden oder im Teddykrankenhaus meistern konnte. Waren alle Stationen absolviert, erhielten sowohl Kinder als auch Erwachsene eine kleine Überraschung. Neben den interessanten Stationen war zusätzlich ein Rettungswagen vor Ort, der besichtigt werden konnte.

Dasselbe Angebot gibt es erneut am Sonnabend, dem 22. September, von 10 bis 18 Uhr, im Elbepark Dresden. An diesem Tag ist das Aktionsteam außerdem mit einem Stand und Übungspuppen im VIP-Bereich des DDV Stadions während des Heimspiels von Dynamo gegen Darmstadt 98 ab 13 Uhr vor Ort. Während der Halbzeitpause werden die Maßnahmen der Wiederbelebung auf dem Rasen für Laien demonstriert, um interessierten Zuschauern die Angst zu nehmen, im Notfall mit einfachen Maßnahmen Leben zu retten.

„Prüfen. Rufen. Drücken!“ – Mit drei simplen Regeln Lebensretter sein Im Ernstfall beherzt zu handeln, tut in Deutschland Not: Während in nordeuropäischen Ländern etwa 70 Prozent aller Erwachsenen bei Herzstillstand zu Lebensrettern werden, sind es hierzulande nur etwa 37 Prozent. Dabei kann es jeden treffen – als Helfer oder Betroffenen: Plötzlich bricht ein Mensch zusammen – Passanten bleiben erschrocken stehen. Einige von Ihnen wissen zwar noch ungefähr, was zu tun ist. Aber die Angst, etwas falsch zu machen, und auch der Ekel vor einer möglichen Mund-zu-Mund-Beatmung lässt sie zaudern. Wertvolle Minuten vergehen. Selbst die kurze Zeit, die professionelle Ersthelfer brauchen, um an den Ort des Geschehens zu kommen, ist zu lang: Bereits drei Minuten nach einem Herzstillstand treten aufgrund des Sauerstoffmangels unwiderrufliche Schäden im Gehirn auf.

„Mit einer einfachen Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff aus der Lunge im Blut zirkulieren und so bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend erhöhen“, erklärt Prof. Thea Koch, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Dresdner Uniklinikums. Dazu müssen lediglich drei simple Regeln beherzigt werden: „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die bewusstlose Person noch atmet. Dann unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Und schließlich fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich rund 10.000 Menschenleben gerettet werden“, berichtet Prof. Koch.

Auf den Weg gebracht wurden die Veranstaltungen der „Woche der Wiederbelebung“ durch den persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Dresdner Uniklinikums sowie deren Partnern sowie den rund 35 Instruktorinnen und Instruktoren, die den Menschen auf dem Dr.-Külz-Ring, im Dynamo-Stadion und im Elbepark das Wissen um das schnelle und richtige Erkennen eines Herzstillstands sowie die darauffolgenden Maßnahmen nahebringen. Unterstützt wird die Aktionswoche zudem durch Spenden an die Stiftung Hochschulmedizin Dresden, die das Vorhaben mit diesen Geldern fördert.

Weitere Informationen www.idrl.de www.dresden.de/lebensretter www.einlebenretten.de/handeln.html

Kontakt für Journalisten

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie
Direktorin: Prof. Dr. med. Thea Koch
Tel. 0351/ 4 58 4110 E-Mail: Thea.Koch@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de/anae