Benutzerspezifische Werkzeuge

9. Januar 2014: Klinikum eröffnet Centrum für plastisch-ästhetische MedizinDas UPÄC-Team (v.l.n.r.): Dr. Aschoff, Klinik für Dermatologie; Prof. Zahnert, Direktor der HNO-Klinik; Prof. Lauer; Dr. Sommer, Augenklinik, und Prof. Pillunat, Direktor der Augenklinik Foto: Uniklinikum/Gabriele Bellmann
09. Januar 2014

9. Januar 2014: Klinikum eröffnet Centrum für plastisch-ästhetische Medizin

Einrichtung vereint hochschulmedizinische Kompetenz von vier Fachbereichen / Schwerpunkte sind ästhetische wie kosmetische Therapien im Bereich von Kopf und Hals

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden eröffnet am 9. Januar das UniversitätsPlastischÄsthetische Centrum (UPÄC). In der Einrichtung arbeiten Experten aus vier Kliniken zusammen. Mit der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dermatologie und Augenheilkunde gehören dem Zentrum solche klinischen Fächer an, die seit vielen Jahren wiederherstellende und korrigierende Eingriffe und Therapien im Bereich von Kopf und Hals vornehmen. Während dieser breite Erfahrungsschatz bisher vor allem Patienten zugutekam, die aufgrund angeborener oder krankheitsbedingter Fehlbildungen sowie nach schweren Unfällen oder Krebs-Operationen behandelt wurden, erweitert sich dieses Spektrum dank der neuen Einrichtung: Das Zentrum bietet seine Expertise nun Personen an, die sich aus ästhetischen und kosmetischen Gründen behandeln lassen möchten. Häufig geht es hierbei um Korrekturen von Gesichtspartien, die von den Patienten persönlich als störend empfunden werden. Das können sowohl angeborene Merkmale als auch mit dem natürlichen Alterungsprozess einhergehende Veränderungen sein. Auch auf dem Gebiet der plastisch-ästhetischen Medizin sind die Klinikumsärzte den Prinzipien der Hochschulmedizin verpflichtet. Dieser Anspruch findet symbolischen Ausdruck in den Skulpturen der Dresdner Künstlerin Małgorzata Chodakowska. Großformatige Fotografien der von ihr geschaffenen Statuen sind Blickfang in den Räumen des in Haus 30 eingerichteten Zentrums und bilden das visuelle Leitmotiv in der Broschüre des UPÄC.

Prof_Guenter_Lauer_im_Patientengespraech_low.jpg„Auf der Grundlage einer umfassenden professionellen Beratung planen wir gemeinsam mit dem Patienten eine individuell zugeschnittene Therapie, die darauf abzielt, die Persönlichkeit und Stärken des Patienten hervorzuheben und dadurch dessen Selbstbewusstsein zu fördern“, so Prof. Günter Lauer, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Dresdner Universitätsklinikum, der auch die Leitung des UniversitätsPlastischÄsthetischen Centrums übernommen hat. „Mit Einfühlungsvermögen und dem Know-how der Maximalversorgung vermitteln wir unseren Patienten die notwendige Sicherheit, den für sie richtigen Weg einzuschlagen“, so der Spezialist weiter. Denn in der plastisch-ästhetischen Medizin ist verantwortliches Handeln untrennbar mit einem großen Erfahrungsschatz des behandelnden Arztes verknüpft. Das Gesicht mit Stirn, Augen, Nase und Mund sowie der Hals gehören zu den sichtbaren und damit sensibelsten Zonen des Körpers. Höchste Präzision und umfangreiches Know-how sind deshalb entscheidend für den Behandlungserfolg. „Die Patienten des UPÄC profitieren von unserer seit gut zehn Jahren erfolgreich praktizierten Strategie, medizinische Kompetenz in interdisziplinären Zentren zu bündeln. Damit sind wir auch im Bereich der plastisch-ästhetischen Medizin Vorreiter innovativer Versorgungskonzepte“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums.

Wissen und Erfahrung als Garant
Die für plastisch-ästhetische Behandlungen verantwortlichen Ärzte des Uniklinikums sind jeweils Spezialisten ihres Fachgebiets und verfügen durch die alltägliche Arbeit in der Maximalversorgung über weitreichende und detaillierte Kenntnisse zu Aufbau und Funktion des Gesichts. Der behandelnde Arzt muss wissen, welches Vorgehen das richtige ist, um ein nachhaltiges Behandlungsergebnis zu erzielen. Um die damit verbundene Verantwortung tragen zu können, „ist es uns überaus wichtig, im intensiven Gespräch mit dem Patienten ein genaues Bild von dessen Persönlichkeit und Antlitz zu bekommen und sehr behutsam abzuwägen, welcher Eingriff für genau diesen Patienten sinnvoll ist“, so Prof. Günter Lauer. Dabei beziehen die Experten alle anatomischen Besonderheiten des Patienten in die Therapie ein. Der Erhalt der Mimik und die Individualität des Gesichts stehen hier im Mittelpunkt jeder Therapie. Damit steht das Zentrum für bestmögliche Behandlungsergebnisse, die aus schonenden Verfahren und geringstmöglichen Begleiterscheinungen resultieren.

Von der Hochleistungsmedizin profitieren
Dank der Einbindung des UniversitätsPlastischÄsthetischen Centrums in die Dresdner Hochschulmedizin befinden sich Patienten in besten Händen. Analog zu anderen Zentren des Klinikums wurden damit auch für plastisch-ästhetische Behandlungen bewährte interdisziplinäre Strukturen geschaffen. Gemeinsame Sprechstunden und Arztkonferenzen bilden im UPÄC eine verlässliche Basis für bestmögliche Ergebnisse. Bei den Behandlungen des Zentrums gelten alle Standards, nach denen das Uniklinikum arbeitet. Dazu gehört unter anderem ein umfassendes Qualitätsmanagement, welches ein Höchstmaß an Patientensicherheit gewährleistet. Damit profitieren die Patienten uneingeschränkt vom hohen Niveau eines Krankenhauses der Maximalversorgung, das nach dem jeweils neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnis arbeitet.

Małgorzata Chodakowskas Skulpturen zeugen von selbstbewusster Schönheit
Die Ästhetik des menschlichen Antlitzes ist nicht nur für Mediziner eine immerwährende Herausforderung. Dies gilt auch für die Künstler, die ihre Berufung darin gefunden haben, Menschen darzustellen. Weit über Dresden hinaus ist die Bildhauerin Małgorzata Chodakowska eine der exponiertesten Kunstschaffenden. Ihre unzähligen Statuen sind von größter Individualität – jedes von ihr geschaffene Gesicht ist einmalig und unverwechselbar. Dieses Werk hat die Initiatoren des UniversitätsPlastischÄsthetischen Centrums inspiriert, die Holzskulpturen als visuelles Leitmotiv in den Mittelpunkt der Außendarstellung zu rücken. Dank der spontanen wie freundlichen Unterstützung der Künstlerin und des Fotografen Lothar Sprenger, der Małgorzata Chodakowskas Werke seit vielen Jahren abbildet, findet sich eine Auswahl von Bildnissen ihrer Kunstwerke in den Räumen des neuen Zentrums. Auch in der aufwändig gestalteten Broschüre des UPÄC finden sich die Aufnahmen wieder.

Kunstkritiker attestieren der Bildhauerin ein sicheres Form- und Proportionsempfinden, das mit einer umfassenden Fähigkeit zur Sinnlichkeit einhergehe. In dem sie ihren Sinnen vertraut und damit aus eine der ureigenen Kraftquellen künstlerischen Gestaltens schöpfe, schaffe sie für den Betrachter ästhetischen Genuss. Die Skulpturen eröffnen ein reiches Assoziationsspektrum für Emotionen und Träume. Małgorzata Chodakowska schafft ihre lebensgroßen Frauenfiguren aus Baumstämmen. Die im Nachgang teilweise kolorierten Unikate leben auch von den Strukturen des bearbeiteten Holzes. Einige der Skulpturen nutzt die im polnischen Łodz geborene und heute in Dresden-Pillnitz lebende Künstlerin als Vorlagen für Bronzeskulpturen, mit denen sie mehrere Wettbewerbe gewinnen konnte. Darunter das den Opfern des 13. Februar 1945 gewidmete Denkmal „Tränenmeer“ auf dem Heidefriedhof Dresden. Ihre Arbeiten wurden bereits in vielen Ausstellungen gezeigt – unter anderem in Berlin, Chemnitz, Graz, Leipzig, ihrer Heimatstadt Łodz, St. Petersburg, Tokio, Stuttgart, Ulm, Wrocław, Wien, und regelmäßig auch in Dresden.

Weitere Informationen

Kontakt

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
UniversitätsPlastischÄsthetisches Centrum
Direktor: Prof. Dr. med., Dr. med. dent. Günter Lauer
Tel.: 0351 458 7101
E-Mail: upaec@uniklinikum-dresden.de