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"Täglich Leben retten"

"Täglich Leben retten"

René Muntau berichtet von seinem Alltag an der Stroke Unit am Universitätsklinikum Dresden

René Muntau läuft los, schnappt sich den roten Rucksack. „Lyse-Call“ steht in großen Buchstaben darauf geschrieben.
Der junge Mann eilt mit seinem Equipment von der Station zum Computertomographen (CT).

Im Rucksack hat er lebenswichtige Medikamente für die Notfallpatientin mit Schlaganfall. Sie sollen helfen, das gefährliche Blutgerinnsel im Gehirn schnellstmöglich zu lösen und damit größere Schäden verhindern.
René Muntau hat einen besonderen Job. Er ist examinierter Krankenpfleger auf der so Stroke Unit am Universitätsklinikum Dresden. Diese Station hat sich auf die Behandlung und Therapie von Schlaganfallpatienten spezialisiert.

Das Besondere: Bei einem Notfall mit „Lyse-Call“ sind die speziell geschulten Pflegekräfte von Anfang an in die Behandlung von Patienten mit Schlaganfall eingebunden. Die enge Begleitung ist wichtig, denn beim Schlaganfall zählt jede Minute.

„Wir arbeiten Hand in Hand, und vor allem auf Augenhöhe. Ärzte, Pfleger, Therapeuten – jeder weiß, was er zu tun hat“, erklärt René Muntau. Im besten Fall startet die spezielle Therapie sofort nach dem Befund noch im CT. Das ist nur so schnell möglich, weil die Pflegekraft gleich mit vor Ort ist. „Es ist wichtig, als Krankenpfleger den Patienten von Anfang an zu begleiten.“

Pflegekräfte mit hoher Verantwortung

Auf der Stroke Unit, wird die Patientin, nach der Sofort-Behandlung kontinuierlich überwacht. Dafür ist ein großes Team aus Pflegekräften im Einsatz. „Wir tragen eine hohe Verantwortung“, sagt René Muntau stolz. „Es macht Spaß täglich neue Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.“ Von Beginn an versorgt ein interdisziplinäres Team aus Pflegern, Ärzten und Therapeuten die Patienten.