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22. Mai 2019

Beitrag im Journal of Medical Internet Research

Im Rahmen seiner Arbeiten für Care4Saxony hat Lorenz Harst, zusammen mit Hendrikje Lantzsch (Master Public Health) und Dr. Madlen Scheibe vom Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV), eine Systematische Literaturrecherche zur Akzeptanz von Telemedizin-Anwendungen im Journal of Medical Internet Research (JMIR) veröffentlicht.

Die individuelle Akzeptanz von Telemedizin-Anwendungen, sowohl durch Patienten und deren soziales Umfeld als auch durch Leistungserbringer, ist eine Bedingung für deren nachhaltige Implementierung. Dabei geht Akzeptanz von Technik über deren einfache Bedienung (usability) hinaus und beruht auf Eigenschaften des individuellen Nutzers und dessen Einstelllungen zu Technik.

In Einzelstudien sind bereits verschiedene Theorien der Technikakzeptanz auf ihre Erklärungskraft für Telemedizin-Akzeptanz geprüft worden. Jedoch fehlt bisher eine systematische Übersicht darüber, welche Theorien – und vor allem welche theoretischen Komponenten – die Akzeptanz von Telemedizin tatsächlich erklären können.

Zusammen mit Hendrikje Lantzsch und Dr. Madlen Scheibe wurden knapp 6.000 Publikationen auf Ihre Relevanz für die Fragestellung hin überprüft und schlussendlich 24 Studien zur Beantwortung herangezogen.

Die Ergebnisse belegen eine hohe Relevanz der wahrgenommenen Nützlichkeit und einfachen Bedienung von Anwendungen für Leistungserbringer, während für Patienten die Technikwahrnehmung des sozialen Umfelds und dessen Unterstützung bei der Techniknutzung wichtig sind. Klassische Theorien der Technikakzeptanz wie das Technology Acceptance Model (TAM) oder die Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT) sind am besten geeignet, um die Akzeptanz von Telemedizin zu erklären.

Andere Forschergruppen können die Ergebnisse der Erforschung von Akzeptanz von Digital Health-Lösungen zugrunde legen. Außerdem sollten sie Teil des nutzerorientierten Designs zukünftiger Anwendungen sein.

Der Volltext ist unter folgendem Link zu finden: https://www.jmir.org/2019/5/e13117/

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©Lorenz Harst, Hendrikje Lantzsch, Madlen Scheibe. Originally published in the Journal of Medical Internet Research ( http://www.jmir.org ), 21.05.2019.

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