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20. Juni 2018

Offizieller Startschuss für das EU-weite Projekt iPAAC

24 Länder, 40 Partner - Eine innovative Partnerschaft für Maßnahmen gegen Krebs: Offizieller Startschuss für das EU-weite Projekt iPAAC

Mit einem Auftakttreffen am 16./17. April 2018 in Luxemburg fiel der Startschuss für das 3-jährige, mit 4,5 Millionen Euro geförderte EU-Projekt iPAAC (innovative Partnership for Action Against Cancer, http://ipaac.eu ), welches 24 europäische Länder und 40 assoziierte Partner zusammenbringt. Es ist die dritte europäische Joint Action against Cancer. Das Hauptziel von iPAAC ist es, innovative Ansätze im Kampf gegen Krebs zu entwickeln und eine konkrete Roadmap für die Umsetzung und Nachhaltigkeit von Maßnahmen gegen Krebs aufzustellen.

Die Gemeinsame Aktion besteht aus 10 einzelnen Arbeitspaketen, die unter anderem die weitere Entwicklung der Krebsprävention, umfassende Ansätze für die Nutzung von Genomik bei der Krebskontrolle, Krebsinformationen und -register, Verbesserungen und Herausforderungen in der Krebsbehandlung, die Steuerung der integrierten Krebskontrolle und die Abbildung innovativer Krebsbehandlungen, einschließlich einer neuen Analyse der nationalen Pläne zur Krebsbekämpfung beinhalten.

Arbeitspaket 10 „Steuerung der integrierten und umfassenden Krebsbehandlung“ (WP10: Governance of Integrated and Comprehensive Cancer Care) wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) geleitet. Ziel des Arbeitspaketes ist es, praktische Instrumente weiterzuentwickeln, die eine standardisierte, integrierte und umfassende onkologische Versorgung in allen europäischen Mitgliedstaaten gewährleistet, die tumorspezifisch ist und allen Patienten eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung bietet.

Dem Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) kommt in Arbeitspaket 10 gemeinsam mit der DKG die Aufgabe zu, den aktuellen Stand der Implementierung von Patient Reported Outcome Measures (PROMs) in der Routineversorgung systematisch zusammenzufassen. Darauf basierend werden die DKG und das ZEGV eine Roadmap, d.h. ein Manual zur flächendeckenden Implementierung von PROMs in der Routineversorgung von Krebspatienten in Europa entwickeln und mit den Projektpartnern konsentieren. Diese wird anschließend im Rahmen einer Pilotstudie in zwei "Comprehensive Cancer Care Networks" (CCCNs) getestet und später in der finalen Roadmap der EU-Initiative verankert werden. Somit wird ein essentieller Beitrag dazu geleistet, den Gesundheitszustand und die Bedürfnisse krebskranker Menschen systematisch aus deren Perspektive zu erheben und im Rahmen der Therapie zu berücksichtigen und damit deren Lebens- und Versorgungsqualität europaweit deutlich zu verbessern.

Weitere Informationen zum Projekt: http://ipaac.eu

Ansprechpartner:

Dr. Madlen Scheibe
Tel.: 0351 458-5665
E-Mail: Madlen.Scheibe@uniklinikum-dresden.de