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Austauschprogramm Edmonton/Dresden


Willkommen beim Edmonton/Dresden Austauschprogramm für Studenten der Zahnmedizin.

Seit 1999 unterhält die Zahnklinik der technischen Universität Dresden ein Austauschprogramm mit der Dental School der University of Alberta/Kanada.

(The Department of Dentistry University of Alberta)

Im Rahmen der Partnerschaft besteht für Studenten ab dem achten Semester die Möglichkeit eines Aufenthaltes an der Dental School in Edmonton.

Eine erste Gruppe Dresdner Studenten besuchte Alberta im Herbst 2001, seit dem folgten jährlich weitere Gruppen von je acht Studenten, die in den Behandlungsbetrieb der Satellitenkliniken integriert wurden. Eine orientierende Woche an der Dental School in Edmonton bereitet die deutschen Studenten auf ihren Einsatz im Norden Kanadas vor.

Seit 2002 besucht uns im Gegenzug jährlich eine Gruppe von acht bis zehn kanadischen Studenten. Die kanadischen Studenten sind in unseren Unterricht integriert.

Uni of Albertaalberta

Welchen Sinn macht der Austausch?

Die zahnmedizinischen Konzepte und sozialen Systeme in Europa und Nordamerika differieren erheblich. Insofern können deutsche wie kanadischen Studenten Eindrücke gewinnen, die ihre Heimatuniversitäten nicht bieten.

Der Austausch soll interessierten Studenten die Möglichkeit bieten, jenseits des Lokalkolorits der Heimatuniversität akademische Eindrücke zu erfahren und ohne Semesterverlust einen kleinen Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren.

Studenten aus Dresden sind in Alberta für vier Wochen voll in den klinischen Unterricht integriert. Sie behandeln, natürlich unter Aufsicht, in sog. Satellite Dental Clinics. Dies sind Außenstellen der Zahnklinik in Edmonton, welche Patienten in den unterversorgten nördlichen Gebieten Kanadas betreuen. Studenten aus Dresden können dort 5 Tage in der Woche "ungefilterte" Patientenbehandlung durchführen und gleichzeitig die zahnmedizinischen Konzepte, aber auch das kulturelle Umfeld, die sozialen Strukturen, Versicherungssysteme, die Mentalitäten etc. kennenlernen.

Häufig gestellte Fragen

Wann kann ich mich bewerben ?

Zahnmedizinstudenten der TU Dresden mit abgeschlossenem Physikum sind zur Bewerbung aufgefordert. Der Austausch ist momentan zwar Studenten der Semester 8 bis 10 vorbehalten. Interessierte sollten sich aber aus Planungsgründen so früh wie möglich (ab Semester 6) bewerben.

Wo kann ich mich bewerben ?

Formlose Bewerbungen können im Sekretariat Prof. Walter abgegeben werden.

Die Bewerbungen müssen enthalten:

  • Name und Anschrift
  • Passfoto
  • Telefonnummer
  • Fachsemester
  • E-Mail Adresse

Studentenkommentare

...Nun haben wir uns gut eingelebt. Am Wochenende sind wir mit unseren kanadischen Studenten nach Edmonton gefahren. Hier sind fast alle Menschen liebenswürdig ,das ist ein großartiges Erlebnis. Da die kanadische Studenten am Montag eine Prüfung hatten, war die Klinik am Montag geschlossen und wir haben an der Endovorlesung von Prof. Yu teilgenommen. Als er erfuhr, dass wir (aus Deutschland) dabei sind, fragte er, welches Thema für uns besonders interessant wäre und wir sagten:"die vertikale Kondensation". Er hat dieses Thema vorgenommen, es war eine tolle Vorlesung. Am Ende der Vorlesung hat er uns sein Skript mit seinem Autogramm versehen ,uns geschenkt und gesagt, dass er ab 17:00 Uhr für uns mehr Zeit hätte, aber wir mussten nach McLennen zurückfahren . Das sind Eindrücke ,die man nie vergisst.

...Wir senden heute die letzten Grüße aus Kanada. Die 4 Wochen sind viel zu schnell vergangen! Wir hatten hier eine großartige Zeit! Neben dem Land und den Leuten haben wir auch fachlich viel gelernt und vor allem unsere praktischen Fähigkeiten wesentlich verbessert! Man merkt schon den Unterschied zwischen 5 Tagen pro Woche praktischer Arbeit hier und 1 1/2 Tagen in Dresden. Außerdem haben wir hier eigenverantwortlich gearbeitet, was enorm viel Sicherheit und Selbstvertrauen gibt. Das ist es, was in Dresden in jedem praktischen Kurs fehlt. Man muss noch immer jede Unterfüllung, jeden Kofferdam und jede Kleinigkeit vorzeigen. Das behindert doch sehr! Es war echt lohnenswert, hierher zu kommen!

...Ich hoffe, dass ich deren (das kanadische) Okklusionsprinzip hier nicht zu Fall gebracht habe! Aber die Patienten, denen ich die modifizierten Prothesen eingegliedert habe (bisher drei, acht weitere sind gerade in Arbeit), kommen damit besser zurecht als mit den alten Prothesen. Das nennt man wohl Wissensaustausch. Wir lernen von den Kanadiern u.a. was über Hygiene, Kofferdam und effizientes, selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten und die lernen von uns u.a. das "Prothesentuning". Das macht richtig Spaß und bringt allen was. Wir haben hier eine sehr gute Zeit!

...Die Patienten versorgt man einfach so, wie sie kommen. Die Behandlungsbreite reicht von Fissurenversieglung bis zur prothetischen Arbeit oder Zahnextraktion. Es wäre eigentlich toll, wenn so ein Programm sich auch an unsere Uni. verwirklichen lassen würde, dass jeder Student einige Wochen in der Ferien in einer Klinik behandeln könnte, dies könnten z.B. die Kliniken sein, die ohnehin mit Zahnmedizinische Personal unterversorgt sind, die kanadischen Studenten machen das im 3. und 4.Studienjahr jeweils für 4 Wochen.

...An sich ist unser Aufenthalt in Kanada ein tolles Erlebnis, hier sind die Verhältnisse sehr aufgeschlossen.

...Wir haben und hier gut eingelebt. Mit der Sprache klappt es auch ganz gut. Wir bekommen von Tag zu Tag mehr zu tun. Das Essen hier ist recht fettig und Schwarzbrot findet man in keinem Shop, nur Toastbrot. Unser Instructor und die Schwestern sind sehr nett und unterstützen uns wo sie nur können.

...Seit Montag Abend sind wir nun in High Level und haben jede Menge zu tun. Die Kliniken in High Level und La Crete sind mit unseren in Dresden nicht zu vergleichen. Auch das Patientengut, die Arbeitsmethoden und Abläufe sind größtenteils andere als in Dresden. Aber wir haben uns gut eingelebt und es macht von Tag zu Tag mehr Spaß, hier zu arbeiten.

...Wir haben viele Kinder in unserer täglichen Praxis. Zusammen mit den doch recht stark zerstörten Gebissen (auch der Kinder), dem anderen Vorgehen hier (wir entscheiden, wann wir röntgen und tun es dann selbst; setzen Spritzen ohne Aufsicht und nach eigenem Ermessen; müssen nicht jeden Schritt zeigen, sondern können fließend arbeiten, was uns selbstständiges Arbeiten ermöglicht und viel Selbstvertrauen gibt), der Konversation in einer anderen Sprache und der wesentlich strengeren Hygiene hier ist es eine große Herausforderung. Aber wir haben bisher gut mithalten können, in vielen Dingen haben wir den Kanadiern sogar einiges voraus. Ich denke, wir werden einige gute Anregungen mit nach Dresden nehmen und haben in der Zeit hier viel gelernt haben. In High Level machen wir viel Prothetik. (ich hatte heute zwei totale und zwei partielle Prothesen). Auch die Laborarbeiten machen wir selber (Zähne aufstellen etc.).

...Nach der ersten Woche hier lässt sich schon sagen, dass dieser Austausch eine sehr guteIdee ist und fortgeführt werden sollte.

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