Benutzerspezifische Werkzeuge

Rasterelektronenmikroskopie

REM1

Die hochauflösende Darstellung von biologischen Präparaten und Werkstoffen und deren Analytik ist ohne das Rasterelektronenmikroskop (REM) heute nicht mehr vorstellbar.

 Neben der hohen Auflösung (4 nm) und bis zu 100.000-facher Vergrößerung ist die große Schärfentiefe ein wesentlicher Vorteil des REM gegenüber anderen mikroskopischen Verfahren.

Im Vergleich zur Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) besteht die Möglichkeit, auch dickere Gewebe größerer Abmaße im präparierten Zustand im Hochvakuum oder alternativ im nichtpräparierten Zustand bei Niedrigvakuum unter Feuchtraumbedingungen (ESEM) zu untersuchen. Damit sind Zellen und Gewebe ohne aufwändige Präparation (aufsteigende Alkoholreihe, kritische Punkt-Trocknung) direkt analysierbar. Die Detektion der im Untersuchungsprozess entstehenden charakteristischen Strahlung erlaubt qualitative und quantitative Angaben über Elementkonzentrationen (EDX) in visuell lokalisierten Nano- und Mikrostrukturbereichen (punktuell, Linescan, Mapping).

Das seit 1999 vorhandene Rasterelektronenmikroskop XL 30 ESEM der Firma Philips (LaB6-Kathode) wird von speziell dafür ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik betrieben und betreut.

 

Das REM bildet einen wesentlichen Pfeiler der interdisziplinären Arbeit in der Medizinischen Fakultät im Universitätsklinikum, bezüglich: 

  • Forschung:
    Auf unterschiedlichsten Forschungsgebieten konnte mit  Einrichtungen des UKD und Instituten der TU Dresden sowie Industriepartnern zusammengearbeitet und das know-how der Anwendungsmöglichkeiten der Rasterelektronenmikroskopie kontinuierlich erweitert werden. In zahlreichen eigenen und den Veröffentlichungen der Kooperationspartner wurden die Forschungsergebnisse mittels qualitativ hochwertigen REM-Aufnahmen unserer Einrichtung dokumentiert.
  • Lehre:
    30 Promotionen unterschiedlicher Fachgebiete wurden bisher betreut. Im Rahmen der Lehrveranstaltungen „Zahnärztliche Werkstoffkunde“ von Prof. Reitemeier lernen Studenten der Zahnmedizin in Vorlesung und Praktikum moderne Methoden der  Rasterelektonenmikroskopie einschließlich  der Elementanalyse theoretisch und praktisch kennen.

  • Patientenbetreuung:
    Analysiert wurden Materialproben von 625 Patienten aus Sachsen und anderen Bundesländern, die im Rahmen der Materialunverträglichkeitssprech-stunde der Zahnärztlichen Prothetik des UKD betreut wurden.

=> Aufnahmen mit dem Rasterelektronenmikroskop