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Ösophaguskarzinom

Titel der Studie: Einfluss einer intraoperativen Organspülung auf Häufigkeit und Zeitpunkt des Auftretens eines lokalen Tumorrezidivs nach Speiseröhrenoperation – eine randomisiert-kontrollierte Studie

Die bösartigen Erkrankungen der Speiseröhre stellen trotz der Weiterentwicklung chirurgischer und onkologischer Therapieoptionen weiterhin eine große Herausforderung dar. Da die Erkrankung häufig erst spät Symptome wie Schluckbeschwerden verursacht, wird sie in vielen Fällen bereits in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Die Tumoren streuen dann nicht nur regelhaft in das umliegende lymphatische Gewebe, sondern über die Blutbahn auch in entfernte Organe. Von großer Bedeutung ist außerdem ein erneutes Auftreten (Lokalrezidiv) des Tumors im Bereich der ehemaligen Speiseröhre nach erfolgter Operation.

Beim Mastdarmkrebs konnte gezeigt werden, dass Patienten, deren Darmabschnitt während der Operation mit einer desinfizierenden Lösung gespült wird, weniger Lokalrezidive im Operationsgebiet erleiden. Mit dieser Studie soll die Frage untersucht werden, ob Patienten mit Speiseröhrenkrebs ebenfalls von einer intraoperativen Spülung profitieren. Falls hierdurch eine Risikoreduktion zu erreichen ist, könnte das tumorfreie Überleben von Patienten mit Speiseröhrenkrebs verlängert werden.