Benutzerspezifische Werkzeuge

Zahlen zur Transplantation und Ergebnisse

Zahlen zur Transplantation

In der Bundesrepublik Deutschland erfolgte im Jahre 2010 bei 1296 Spendern u.a. eine Entnahme der Nieren. Demgegenüber wurden an den 40 Transplantationszentren 2092 Nieren von postmortalen Spendern transplantiert. Dazu ist noch in weiteren 202 Fällen eine Niere im Rahmen einer anderen Transplantation mit eingepflanzt worden. (Quelle DSO; ET)

Die Zahl der Lebendspenden steigt weltweit und so auch im Eurotransplantverbund. Im Jahre 2008 wurden in Deutschland 665 Nieren nach Lebendspende bei Verwandten transplantiert.

In der Erfassung der aktiven Warteliste waren im Jahre 2010 7513 Patienten aus Deutschland bei ET registriert. Dazu müssen nochmals 354 Patienten gerechnet werden, die im Rahmen im Rahmen ihrer Registrierung auf einer Warteliste zu anderen Organen wie Herz, Leber zugleich eine Niere empfangen sollen (kombinierte Transplantation).

Laut einer Studie (CTS-Studie) sind nach einem Jahr noch 83% der postmortal gespendeten Transplantate intakt, nach Lebendspende noch 93%. Nach 5 Jahren funktionieren noch 66 bzw. 80% der Transplantate. Die besseren Ergebnisse der Lebendspende werden unter anderem auf eine kürzere Ischämiezeit zurückgeführt. Die Ischämiezeit ist die Zeit zwischen der Entnahme und der Implantation eines Organs, in der das Organ nicht durchblutet wird. Da bei einer Lebendspende Spender und Empfänger in der gleichen Klinik liegen, ist die Ischämiezeit hier deutlich kürzer. Außerdem wird vermutet, dass nach einer Lebendspende die Mitarbeit (z.B. regelmäßige Einnahme der Medikamente) der Empfänger besser ist.

Ergebnisse der Transplantation in Dresden

In Dresden können wir in den letzten Jahren eine sehr kontinuierliche Entwicklung der Transplantationen verzeichnen.

Wir haben uns damit als Transplantationszentrum, dank der Mithilfe vieler niedergelassener Kollegen und verschiedenen stationärer Fachdisziplinen Vertrauen erarbeitet und konnten im bundesweiten Vergleich gut abschneiden.

Die Grafik zeigt die aktuelle Entwicklung bis August 2011.

Sehr erfreulich ist vor allem die stetige Zunahme der Lebendspendertransplantationen. Eine Auswertung der Nierentransplantationen seit Bestehen des Transplantationszentrums wurde z.B. im Dezember 2008 vorgenommen . Es wurden bis zu diesem Zeitpunkt 391 Nierentransplantationen durchgeführt.

Davon waren 48 Transplantationen nach Lebendspende erfolgt. Die Spender waren in der Mehrzahl Ehepaare:

    • Ehepaare n = 24
    • Eltern - Kinder n = 12
    • Geschwister n =   6
    • Schwiegermutter/Schwiegersohn n =   3

Im Mai 2006 wurde eine Auswertung bei 26 der 29 Lebendnierentransplantierten vorgenommen und Nachsorgedaten erhoben. 22 der 26 Patienten (84,6 %) haben eine stabile und suffiziente Transplantatfunktion nach durchschnittlich 35,9 Monaten.

Auch die Spender befinden sich in regelmäßiger Kontrolle an unserem Zentrum in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten und zumeist Nephrologen die auch die Empfänger betreuen, entsprechend der Vorgaben des Transplantationsgesetzes. Dies schreibt eine lebenslange Registrierung der Spender am Transplantationszentrum ausschließlich zum Schutz der Spender und der Absicherung einer sofortigen und effektiven Therapie im Krankheitsfall vor. Im Rahmen der bisher durchgeführten Untersuchungen bei all unseren Sprechstunden wurden bisher keine gravierenden, krankhaften Nebenwirkungen bei Spendern beobachtet, die im Zusammenhang mit der Nierenlebendspende oder Einnierigkeit stehen. Statistisch gesehen ist der Gesundheitszustand der Spender aufgrund dieser engmaschigen medizinischen Betreuung besser als eine vergleichbaren Gruppe der Normalbevölkerung (Schwedische Studie).

Die gleichfalls im Mai (2006) erhobenen Nachsorgedaten von 239 Patienten nach postnataler Nierentransplantation zeigten bei 83,7 % der Patienten eine gute und stabile Transplantatfunktion. Der überwiegende Teil der Patienten hatte einen Serumkreatininwert von < 100 µmol/l (73%). Dabei lag der Beobachtungszeitraum im Mittel bei 51,6 Monaten. Nur 14 Patienten befanden sich erneut an der Dialyse.