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Impfungen nach Nierentransplantation

Impfungen nach Organtransplantation

Generell werden bei Impfen dem Körper tote oder abgeschwächte Krankheitserreger verschiedener Infektionserkrankungen präsentiert, dadurch kommt es zur Antikörperproduktion. Diese Antikörper schützen dann in Zukunft vor dem Ausbruch dieser Infektionserkrankung. Impfungen sind daher auch beim transplantierten – und durch die Immunsuppression infektanfälligen – Patienten oft sinnvoll, allerdings mit zwei Ausnahmen:

    1. Impfungen sollten erst 12 Monate nach Transplantation durchgeführt werden, da vorher die medikamentöse Immunsuppression noch so stark ist, dass keine ausreichende Antikörperbildung und somit keine ausreichende Impfantwort zu erwarten ist.
    2. Es dürfen nur Totimpfstoffe verwendet werden. Nachfolgend sind die beim Transplantierten sinnvollen Impfungen aufgeführt.
       

Impfungen, welche für alle transplantierten Patienten empfohlen werden

    • Influenza (inklusive Neue Grippe bzw. sog. "Schweine"-Grippe)
         jährlich
    • Tetanus und Diphterie
         alle 5 Jahre
    • Polio („Kinderlähmung“)
         bei fehlender Grundimmunisierung, beim Erwachsenen keine regelmäßigen Auffrischungen

Impfungen, welche nur bei bestimmten (besonders gefährdeten) transplantierten Patienten empfohlen werden

    • Pneumokokken
         bei allen Patienten > 60 Jahre oder bei häufigen Atemwegsinfektionen
         Auffrischung alle 6 Jahre
    • FSME (Hirnhautentzündung durch Zecken übertragen)
         in entsprechenden Risikogebieten
    • Meningokokken
         bei akutem Ausbruch mehrere Krankheitsfälle in der Umgebung
    • Tollwut
         nur bei Biss eines als infiziert angesehenen Tieres
    • Hepatitis A und B
         bei Reisen in Risikogebiete und fehlender Grundimmunisierung

Verbotene Impfungen für Transplantierte

    • Maser, Mumps, Röteln
    • Windpocken
    • Tuberkulose
    • Gelbfieber
    • Oraler Typhusimpfstoff