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Klinik & Poliklinik

Urologische Onkologie

Ein wichtiger Bestandteil der klinischen Arbeit ist die oft komplexe Behandlung bösartiger urologischer Tumoren (u.a. Tumoren der Prostata, der Harnblase oder der Nieren). Das beinhaltet auch die Diagnostik und Therapie bei Problempatienten sowie zur zweiten Expertenmeinungen. Minimal-invasive laparaskopische sowie radikal tumorchirurgische Eingriffe, konservative Behandlungsmethoden wie z.B. Immun- und Chemotherapie und auch Palliativtherapien gehören zum Behandlungsspektrum.
DaVinciDie fortschrittlichsten High-Tech Systeme werden für alle endoskopischen und laparaskopischen Eingriffe verwendet. Die fortschrittlichsten High-Tech Systeme werden für alle endoskopischen und laparaskopischen Eingriffe verwendet. Seit Anfang 2006 verfügt unsere Klinik über ein eigenes Da Vinci®-OP-Roboter-System. Mit diesem System können urologische Eingriffe, ohne einen Kompromiss bei der Radikalität einzugehen, von der offenen auf die laparoskopische Technik übertragen werden. Mit dem Da Vinci-System® steht eine konsequente Weiterentwicklung der laparoskopischen Technik zur Verfügung, die viele Schwachpunkte und Nachteile gegenüber der konventionellen Laparoskopie beseitigt. Dieses System wird hier unter anderen für die radikale Prostatektomie eingesetzt.
Die Klinik und Poliklinik für Urologie ist ein internationales Zentrum zur Behandlung des Prostatakrebses und diesbezüglich nach internationaler Qualitätsnorm DIN ISO 9001:2008 zertifiziert. Da das Prostatakarzinom eines der Hauptforschungsinteressen der Klinik darstellt, können hoch entwickelte Behandlungsmethoden in jedem Stadium dieser Krankheit durch Expertenwissen auf höchster Ebene zum Einsatz kommen. Im heilbaren Stadium werden die radikale nerverhaltende Chirurgie (einschließlich dem Da Vinci®-Roboter-System) sowie die interstitielle Brachytherapie mit permanenter Seed-Implantation durchgeführt. Mit ca. 400 radikalen Prostatektomien pro Jahr verfügt die hiesige Klinik über ein hohes Maß an Erfahrung auf diesem Gebiet. Darüber hinaus werden alle Formen der adjuvanten Therapie des Prostatakrebses praktiziert und es kann das fortgeschrittene Prostatakarzinom durch wissenschaftlich bestätigte Formen der Chemotherapie behandelt werden.
Während oberflächliche Blasentumoren mit transurethralen Resektionstechniken (> 350 Fälle/Jahr) behandelt werden, gehört zur Therapie des lokal fortgeschrittenen Blasenkarzinoms die radikale Zystektomie. Dabei werden alle Harnableitungsverfahren (z.B. Blasenersatz u.a. durch die Anlage einer orthotopen Neoblase, eines Ileum-Conduits oder Ileum-Pouches) regelmäßig und oft durchgeführt. Die Behandlungsergebnisse von 644 durchgeführten Operationen werden 2008 auf dem Amerikanischen Urologenkongress dargeboten.
Abhängig von der Größe eines Nierentumors wird dieser durch offene oder laparoskopische Operations- techniken bzw. durch die organerhaltende Operation oder durch die komplette Entfernung der erkrankten Niere behandelt. Ein organerhaltendes Vorgehen wird insbesondere bei Patienten mit nur einer Niere angestrebt. Auch die komplizierte operative Entfernung lokal fortgeschrittener Tumoren mit Tumoranteilen bis in die untere Hohlvene bzw. bis zum Herzen gehört zum Spektrum und wird, wenn erforderlich, in Kooperation mit der hiesigen Herzchirurgie durchgeführt. In fortgeschrittenen Fällen wird eine systemische Therapie mit zielgerichteten Substanzen vorgenommen.
Darüber hinaus ist unsere Klinik ein Zentrum für Hodenkrebs und behandelt alle Stadien des Hodentumors. Dies schließt auch die Chemotherapie und Chirurgie bei fortgeschrittenen metastasierten Tumoren ein. Bei der retroperitonealen Lymphadenektomie oder der Residualtumor-Resektion werden, soweit es möglich ist, nerverhaltende Techniken angewandt.

Benignes Prostatasyndrom


Die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung mit ihren verschiedenen Beschwerdekomplexen erstreckt sich von der konservativen medikamentösen Therapie über transurethrale Operationstechniken (konventionelle Resektion, photoselektive Vaporisation mittels Greenlight®-Laser) bis hin zur offenen Operation (Adenomektomie) bei sehr ausgeprägter Prostatavergrößerung. Unsere Klinik verfügt sei 2006 über die fortschrittliche Technik des Greenlight®-Lasers und wendet diese regelmäßig an.

MRT fusionierte, ultraschallgestützte Prostatabiopsie am Uniklinikum in Dresden zur Erhöhung der Detektionsrate des Prostatakarzinoms 


Bei erhöhtem PSA-Wert oder einen tastbaren Knoten der Prostata besteht der Verdacht auf ein Prostatakarzinom. Eine Prostatabiopsie ist dann der nächste diagnostische Schritt. Diese wird typischerweise ultraschallgestützt und als sogenannte randomisierte Biopsie, d.h. ohne Nachweis einer Veränderung über den Enddarm vorgenommen. Es ist dadurch möglich, dass der Tumorherd in der Biopsie nicht getroffen wird. Bei weiter bestehendem Verdacht auf ein Prostatakarzinom können somit weitere Biopsien notwendig werden. Dies bedeutet unter Umständen für den Patienten die Wiederholung des Eingriffes.MRT
[Die fortschrittlichsten High-Tech Systeme werden für alle endoskopischen und laparaskopischen Eingriffe verwendet.] Die MRT-fusionierte, ultraschallgestützte Prostatabiopsie ist eine neue Methode in der Diagnostik des Prostatakarzinoms. Dabei wird im Vorfeld ein multiparametrisches 3 Tesla MRT der Prostata durchgeführt und auf tumorverdächtige Herde untersucht. Über eine spezielle Computer-Software werden die MRT-Bilder mit Ultraschallbildern, die während der Biopsie über eine in den Enddarm eingeführte Ultraschallsonde live aufgenommen werden, übereinander projiziert. Dies ermöglicht dem Urologen eine sehr zielgenaue Punktion dieser im MRT als tumorverdächtig beschriebenen Herde. Die zielgerichtete Punktion erfolgt über die Dammregion. Zusätzlich werden weitere Biopsien über den Enddarm entnommen. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt, um die Biopsie für den Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Detektionsrate des Prostatakarzinoms wird durch diese neue Biopsiemethode wesentlich erhöht. Weitere unnötige Biopsien könnten somit vermieden werden. Für weitere Informationen und bei Interesse für diesen Eingriff, wenden Sie sich bitte an unsere Bettenplanung, Frau Eichert (Tel.: 0351-458-2686).

Urolithiasis


Zur Steinbehandlung kommen alle modernen Techniken, z.B. die Extrakorporale Stoßwellen Lithotripsie (ESWL) bei Nieren und Harnleitersteinen sowie die ureteroskopische Steinextraktion oder Lithotripsie, bei denen mechanische oder Lasertechniken angewandt werden, zum Einsatz. Die perkutane endoskopische Nierenchirurgie (PNL), zur Extraktion von großen Nierensteinen oder Nierenbeckenausgusssteinen, wird ebenfalls in großer Zahl erfolgreich vorgenommen. Da die Mehrzahl der urologischen Steinleiden heute erfolgreich durch extrakorporale oder endoskopische Therapiemethoden behandelt werden können, ist die offene Steinchirurgie aus modernen Therapiekonzepten nahezu verschwunden.

Nierentransplantation


NierenDie Klinik und Poliklinik für Urologie ist zusammen mit der Nephrologie der Medizinischen Klinik III das offizielle Transplantationszentrum des östlichen Teils Sachsens. Transplantationen, auch bei alten und sehr alten Empfängern oder als Lebendorganspenden zwischen Verwandten, werden hier regelmäßig durch unser erfahrenes Team vorgenommen.

Kinderurologie


Alle Formen urologisch rekonstruktiver Eingriffe erfolgen routinemäßig. Dazu gehören im Rahmen der Therapie von angeborenen Fehlbildungen bzw. Anomalien unter anderem die Hypospadie-Korrektur, funktionelle Blasenoperationen bei Refluxleiden oder Korrekturen am Nierenbecken.

Rekonstruktive Chirurgie


Rekonstruktive Operationen im gesamten Harntrakt sind ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik. Dies beinhaltet die Wiederherstellung einer funktionellen Blase, die Anlage von Ersatzblasen sowie die Rekonstruktion bzw. das Beheben von narbigen Veränderungen, Bestrahlungsfolgen und Fisteln. Die Behandlung von Harnröhrenstrikturen erfolgt mit Hilfe von mikrochirurgischen plastischen Techniken, wobei auch Wangenschleimhauttransplantate, in Kooperation mit der hiesigen Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, eingesetzt werden. Hier besitzt unsere Klinik durch eine hohe Operationsfrequenz ebenfalls ein hohes Maß an Erfahrung.

Urologische Kontinenzbehandlung


Behandlung und Diagnostik des unwillkürlichen Harnverlustes, ob im Kindesalter oder bis hin in das höhere Lebensalter, sind ein zentraler Teil des urologischen Fachgebietes. Alle Arten der hochentwickelten und modernen Diagnostik sowie konservative und chirurgische Techniken zur Behandlung von grundlegenden Funktionsstörungen werden angeboten. Retropubische Suspensionstechniken, paraurethrale Injektionen, suburethrale Schlingenoperationen (z.B. TVT, Advance®) und die Implantation von Sphinkter-Prothesen (AMS 800®) erfolgen routinemäßig. Die hiesige Klinik ist ein anerkanntes Kontinenzzentrum der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.

Andrologie


Unerfüllter Kinderwunsch oder Erektionsstörungen sind nur zwei zentrale Themen aus dem Spezialgebiet der Andrologie. Die operative Spermiengewinnung (TESE/MESA) gehört ebenso wie die Implantationen von Prothesen bei Erektionsverlust zum therapeutischen Spektrum unserer Klinik.

Erfahrene urologische Physiotherapeuten und stationäre Rehabilitationsbehandlungen unterstützen die Operationsnachsorge. Hervorzuheben sind die frühe Mobilisation sowie die Anleitung zur Beckenbodengymnastik nach radikaler Proastatektomie.
Die Behandlungsqualität unseres Hauses wird durch regelmäßige Besprechungen ständig überprüft und verbessert. Durch umfassende Langzeit-Nachbeobachtungen bei verschiedenen auch komplizierten Erkrankungen ist es uns möglich, kontinuierlich die Behandlungsqualität zu erhöhen.

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