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Station PSY-S1 (Akutstation)

Zur Behandlung schwerer und komplexer psychischer Störungen verfügt die Klinik über eine geschlossen geführte Intensivstation PSY S1 (15 Betten). Patientinnen und Patienten, die im Rahmen solcher Störungen vorübergehend ihre Fähigkeit zur gewohnten Selbstführung verloren haben, verwirrt und hilflos geworden oder von Suizid (Selbsttötung) bedroht sind, erfahren hier eine angemessene Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen und ethischen Standards. Dies betrifft die körperliche und psychische Diagnostik ebenso wie die somatische und medikamentöse, aber auch die psychotherapeutische und psychosoziale Therapie. Für diese Aufgaben steht ein ärztlich und pflegerisch kompetentes Behandlungsteam zur Verfügung. Sein wichtigstes Ziel ist, jeden Patienten und jede Patientin bei der Wiedergewinnung seiner/ihrer vertrauten Erlebens- und Denkweisen effizient und individuell zu unterstützen. Regelmäßige tägliche Ergotherapie, Bewegungstherapie und Musiktherapie sowie sozialarbeiterische Betreuung gehören zum therapeutischen Gesamtkonzept.

Etwa 70% unserer Patienten werden nach Einsetzen des Besserungsprozesses auf offenen Schwerpunktstationen weiterbehandelt, 30% werden direkt in ambulante Weiterbehandlung entlassen.

Sofern bei Patienten im Rahmen der Erkrankung – aber ohne hinreichendes eigenes Verständnis dieser – vorübergehend Eigen- und/oder Fremdgefährdung besteht, muss im Rahmen eines gesetzlich geregelten Verfahrens mitunter eine richterliche Unterbringung erfolgen; sie dient vorwiegend dem Schutz der eigenen Person, manchmal aber auch dem Schutz anderer, z.B. Angehöriger, und ermöglicht die Behandlung der Erkrankung.

Oberärztliche Leitung:
P. Prager