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BEPRAX – Behandlungspraxis Posttraumatischer Belastungsstörungen im ambulanten Setting

Finanzierung:
Sächsisches Landesgraduiertenstipendium

Projektzeitraum:
10/2008 bis 9/2012

Mitarbeiter:
Angelika Haase, PD Dr. Matthias Schützwohl, Prof. Dr. Kallert


Projektinhalt:
Internationale wie auch nationale Leitlinien zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) empfehlen den Einsatz evidenzbasierter Therapieverfahren zur effektiven Behandlung dieses spezifischen Störungsbildes. Studien aus den USA konnten zeigen, dass als wirksam etablierte Interventionen zur Behandlung von PTBS, wie z.B. Expositionsverfahren, im klinischen Alltag nur in wenigen Fällen Anwendung finden.
Über die ambulante Behandlungspraxis von PTBS in Deutschland ist bislang ebenso wenig bekannt wie über mögliche zentrale Barrieren für eine weitreichende Implementierung evidenzbasierter Behandlungsverfahren. Ziel der Forschungsarbeit ist es vor diesem Hintergrund, erstmals für Deutschland die Behandlungspraxis Posttraumatischer Belastungsstörungen abzubilden.

Es werden niedergelassene Psychologischen Psychotherapeuten und ärztliche Psychotherapeuten [Fachärzte für Psychiatrie (und Psychotherapie), Psychotherapeutische Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und vorwiegend psychotherapeutisch tätige Ärzte] in zwei Bundesländern (Freistaat Sachsen und Hessen) mittels Fragebogen (in Papier- und Onlineversion) befragt. In Abhängigkeit von der Art der Traumatisierung (komplex vs. nicht-komplex) werden in der ambulanten Praxis eingesetzte Interventionen zur Behandlung von PTBS ebenso erfasst wie mögliche Barrieren für den Einsatz evidenzbasierter Verfahren.

Durch die erhobenen Informationen zur aktuellen Behandlungspraxis Posttraumatischer Belastungsstörungen kann festgestellt werden, inwiefern sich verschiedene Verfahren zur Behandlung von PTBS in der ambulanten psychotherapeutischen Praxis in Deutschland etabliert haben. Zudem können Probleme und Barrieren, die den Einsatz evidenzbasierter Verfahren eventuell einschränken, identifiziert und hinsichtlich der Art der Traumatisierung (nicht-komplex vs. komplex) der behandelten PatientInnen differenziert werden, um Ansatzpunkte für die Verbesserung der Praxis und die Optimierung klinischer Forschung abzuleiten.