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Psychotherapie

Verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppentherapie

Einzel-Verhaltenstherapie

Die VT ist ein klinisch-psychologischer Behandlungsansatz, der eine Vielzahl störungsspezifischer und -unspezifischer Therapieverfahren umfasst. Im Rahmen der stationären Behandlung geht es in der Regel vor allem darum, mit dem Patienten ein individuelles Störungsmodell zu erarbeiten und einen Behandlungsplan zu erstellen. Zum Einsatz kommen vor allem Grundprinzipien verhaltenstherapeutischer Gesprächsführung, Verhaltens- und Problemanalysen und Motivationstechniken, aber auch Interventionen wie z.B. kognitive Therapieverfahren und Entspannungsverfahren, die fester Bestandteil der ambulanten Verhaltenstherapie sind.

Depressionsgruppen

Die Depressionsgruppen werden in sechs Gruppeneinheiten angeboten. Das Vorgehen orientiert sich an dem Manual von Hautzinger (Aktivitätenumbau, kognitive Umstrukturierung, Verbesserung sozialer Fertigkeiten) und schließt psychoedukative Elemente ein (Symptome, Diagnosen, Erkrankungsmodell, Behandlungsmöglichkeiten).

Soziales Kompetenztraining

Ist ein Gruppenprogramm für Patienten und umfasst sechs Einheiten. Es wurde in der Klinik in Anlehnung an das SKT-Programm nach Pfingsten und Hinsch konzipiert. Schwerpunkte sind die Informationsvermittlung bezüglich sozial kompetenten Verhaltens, Übungen hierzu sowie Rollenspiele, die videobasiert mit den Patienten durchgeführt und ausgewertet werden. Ziel ist es, den Patienten Kompetenzen für die Bewältigung sozialer Situationen zu vermitteln.

Cogpack

„CogPack“ ist ein computergestütztes Programm zum Training von Konzentration, Auffassung, Reaktionsschnelligkeit, Gedächtnis und visuellen Fähigkeiten. Das Therapieangebot wird in Kleingruppen bis zu fünf Personen durchgeführt, wobei jeder Patient vor einem eigenen Computer sitzt.

Skillstraining

Das Skillstraining orientiert sich an der dialektisch behavioralen Therapie nach Linehan und ist ein Therapieangebot für Patienten, die bestimmte selbstschädigende Verhaltensweisen (z.B. Selbstverletzungen, unkontrollierte Ess- Brechanfälle, Alkohol- oder Drogenmissbrauch) einsetzen, um Anspannung und unangenehme Gefühlszustände zu reduzieren. Die Patienten werden angeleitet, bestimmte Fertigkeiten („Skills“) in Situationen mit hoher Anspannung anzuwenden, um die selbstschädigenden Verhaltensweisen abzubauen. Strategien zur Stresstoleranz, zur inneren Achtsamkeit, zum Umgang mit Gefühlen und in sozialen Situationen werden vermittelt.

Integriertes Psychologisches Therapieprogramm für schizophrene Patienten (IPT)

Das IPT ist ein Therapieprogramm, das zum einen auf die Therapie von für die Schizophrenie typischen Aufmerksamkeits-, Wahrnehmungs- und anderen kognitiven Störungen abzielt, zum anderen auf Defizite im gesamten Sozialverhalten. Das IPT besteht aus fünf Unterprogrammen, wobei der Schwerpunkt auf kognitive Differenzierung, soziale Wahrnehmung, verbale Kommunikation und soziale Fertigkeiten gelegt wird. Das IPT findet zweimal wöchentlich statt.

Gruppenpsychotherapie bei Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit:

Die Alkoholentwöhnungstherapie orientiert sich am Konzept von Lindenmayer und ist als dreiwöchiges Programm auf die Dauer der Entwöhnungsbehandlung zugeschnitten. Die vier pro Woche stattfindenden Therapiesitzungen werden von einem erfahrenen Psychologen/ einer Psychologin geleitet. Dabei wird zu gezieltem Nachdenken über die Entwicklung der eigene Abhängigkeit und den Therapieprozess angeregt. Das Angebot umfasst insgesamt drei Gruppeneinheiten:

  1. Gruppentherapie Sucht
    In der zweimal wöchentlich stattfindenden „Gruppentherapie Sucht“ werden zunächst die individuelle Entwicklung der Abhängigkeit sowie zentrale Risikosituationen analysiert. Im Weiteren werden individuelle Veränderungen und Konsequenzen des Konsums und der abstinenten Zukunft beleuchtet sowie Strategien zur Vermeidung und zum Umgang mit Rückfällen erlernt.
  2. Informationsgruppe Sucht
    Die „Informationsgruppe Sucht“ findet einmal wöchentlich statt. Auf leicht verständliche Art und Weise wird psychologisches Wissen über die Entstehung und Behandlung von Abhängigkeit vermittelt und die konkreten Therapieschritte erläutert. Die letzte Stunde wird der Rückfallprophylaxe gewidmet.
  3. Kompetenztraining Sucht
    In dem einmal wöchentlich stattfindenden „Kompetenztraining Sucht“ werden Strategien zum Umgang mit kritischen Rückfallsituationen erlernt und konkretes Verhalten in sozialen und individuellen Verführungssituationen eingeübt.

Psychoedukation

Psychoedukationsgruppe für Patienten mit bipolar affektiven Erkrankungen (BPE)

In 12 Gruppeneinheiten werden Grundlagen der Erkrankung, Erklärungsmodelle und wichtige Behandlungsmethoden bzw. vorbeugende Maßnahmen erklärt, besprochen und erlernt. Patienten werden mit ihrem eigenen Wissen und ihren eigenen Erfahrungen in die Gruppe einbezogen. Theoretischer Hintergrund ist das verhaltenstherapeutische Programm nach Wagner und Bräunig „Psychoedukation bei bipolaren Störungen“.

Psychoedukative Gruppe für schizophren erkrankte Patienten

Im Rahmen der psychoedukativen Behandlung werden die Patienten über ihre Krankheit informiert und aufgeklärt. Im Vordergrund dieser Intervention steht Förderung des Krankheitsverständnisses und des selbstverantwortlichen Umgangs mit der Erkrankung sowie Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung. Theoretischer Hintergrund ist das Programm nach Bäuml et al. „Arbeitsbuch Psychoedukation bei Schizophrenie (APES)“.