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Spinale intramedulläre Tumoren

Zu den häufigsten spinalen intramedullären Tumoren gehören das Ependymom (25 – 45 %), Astrozytome Grad I und II (17 %), Astrozytome Grad III und IV (8 %) und das Hämangioblastom (10 %). Seltener sind Oligodendrogliome, Gangliogliome bzw. –zytome und Lipome oder Metastasen. Insgesamt machen die intramedullären Tumoren nur 2-4 % aller ZNS-Tumoren aus. Damit sind sie relativ selten.

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Die neurologischen Symptome sind in der Regel unspezifisch.

  • Die Patienten klagen meist über Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen.
  • Bisweilen kann es bei großer Ausdehnung auch zu motorischen Störungen kommen.

Je klinisch unauffälliger der Patient bei der Erstdiagnose ist, umso besser ist dies für seine Prognose. Die Prognose wird nach dem modifizierten Mc Cormick Scale eingeteilt. So werden auch die ersten Symptome klassifiziert.


Auf Grund der Lage der Tumoren innerhalb des Rückenmarks und der Seltenheit des Auftretens ist eine große Expertise notwendig, um diese Tumoren möglichst komplett und ohne erneute neurologische Ausfälle operieren zu können.


Meist kommt es allein durch den Zugang, der von der Hinterseite des Myelons erfolgt, und bei dem es notwendig ist, die sensiblen Stränge in der Mittellinie zu separieren, zu Störungen der Tiefensensiblität. Motorische Störungen sind nach einer Exstirpation meist nicht zu erwarten. Die Störungen der Tiefensensibilität beinhalten ein schwankendes Gangbild (Gangataxie), das jedoch durch die Kontrolle der Augen in der Regel gut kompensiert werden kann.

Für gewöhnlich bilden sich postoperative Symptome nach einigen Monaten wieder zurück.

Das Ependymom kann in der Regel komplett entfernt werden.

Beim Astrozytom ist auf Grund des infiltrativen Übergangs in das Rückenmark eine komplette Exstirpation nicht immer möglich.


Als Conditio sine qua non wird intraoperativ die Elektrophysiologie als Monitoring durchgeführt, sodass frühzeitig Veränderungen der motorischen und sensiblen Bahnen erkannt werden können.


Das Hämangioblastom ist ein seltener Tumor, der in der Regel komplett entfernt werden kann, ebenso auch die seltenen Cavernome .


Bei bösartgen Tumoren ist meist nur eine Teilexstirpation möglich. Eine Strahlentherapie ist allenfalls bei malignen Prozessen indiziert. Bei den gutartigen Prozessen ist sie in der Regel ohne Effekt auf den Tumor.

Die Klinik für Neurochirurgie in Dresden hat sich besonders auf die Entfernung von intramedullären Tumoren spezialisiert.

>> Wir beraten Sie gern hinsichtlich des Operationsrisikos und des postoperativen Langzeitverlaufs.