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Spinale extramedulläre Tumoren

Zu den intraduralen extramedullären Tumoren im Spinalkanal rechnet man die Meningeome, die mit einer Häufigkeit von 50 % diagnostiziert werden, Neurinome mit 30 %, Ependymome mit 15 % sowie Lipome, Epidermoide, Dermoide und Teratome.

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Alle diese Tumoren sind in der Regel gutartig.

Bei einer kompletten Entfernung des Tumors muss nicht mit einem Rezidiv gerechnet werden.

Die Meningeome treten besonders in der Brustwirbelsäule auf (80 %). Sie kommen bevorzugt im höheren Alter vor (5. – 7. Lebensdekade).

Die Schwannome findet man gleich verteilt in der Halswirbelsäule und in der Lendenwirbelsäule. Sie treten meist in der 4. und 5. Lebensdekade auf.

Die Ependymome des Filum terminale sind mit 100 % lumbal lokalisiert und kommen meist in der 3. bis 5. Lebensdekade vor.


Nach kompletter Entfernung der Tumoren können die Patienten als geheilt angesehen werden.

Es sollten jedoch MRT-Verlaufskontrollen beibehalten werden, die später in größeren Zeitintervallen durchgeführt werden können.


Selbst bei einer erheblichen Verlagerung des Rückenmarks und deutlichen neurologischen Ausfällen wie einer Bewegungsschwäche oder Gefühlsstörungen kann mit einer vollständigen Rückbildung der Symptome gerechnet werden. Dies ist auch im höheren Alter der Fall.

Eine Stabilisierungsoperation nach der Entfernung eines solchen Befundes ist in der Regel nicht notwendig, da die Tumoren meist nur über ein oder zwei Level der Wirbelsäule ausgedehnt sind. Hier kommt es bei Entfernung eines halben Bogens oder eines Bogens der Wirbelsäule nicht zu einer Instabilität.

Sollten die Befunde eine größere Ausdehnung als zwei Wirbelsäulensegmente betragen, muss eine Stabilisierung oder Laminoplastik erwogen werden.