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Wirbelsäulenchirurgie

In der spinalen Neurochirurgie behandeln wir das gesamte Erkrankungsspektrum aller Wirbelsäulenabschnitte, des Rückenmarks, der spinalen Nerven und der umgebenden Strukturen.

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Herzlich willkommen auf den Seiten der neurochirurgischen Wirbelsäulenchirurgie

Liebe Patientin, lieber Patient,

Rückschmerzen sind nach einer Erkältung der zweithäufigste Grund, warum Patienten einen Arzt aufsuchen. So bildet unser zentrales Achsenorgan, die Wirbelsäule, den Schwerpunkt verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Komplexe Wirbelsäulenerkrankungen werden durch vielfältige Aspekte beeinflusst. Daher kann eine individuelle adäquate Therapie auf höchstem Niveau nicht nur durch einen einzelnen Spezialisten abgedeckt werden. Vielmehr wird das Ziel durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit spezialisierter Abteilungen erreicht. Infolge dessen können wir unseren Patienten die bestmögliche Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Formstörungen der Wirbelsäule bieten.


Der Patient im Zentrum

Entscheidend ist neben der operativen Versorgung auch, wie ein Eingriff vermieden werden kann. Ist eine Operation unabdingbar, wird nach interdisziplinärer Beratung der schonendste und nachhaltig wirksamste Eingriff mit dem Patienten besprochen. Aufgrund dieser sensiblen Therapieplanung sind wir in Sachsen eine Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten, die eine Zweitmeinung über ihre Erkrankung einholen möchten. Die Wirbelsäule ist das zentrale Stützsystem unseres Körpers, deswegen bieten wir Ihnen die höchstmodernste und zugleich individuelle Behandlung.


Ihre Sorgen sind unsere Sorgen


  

Grundlagen von Wirbelsäulenerkrankungen

Unsere Wirbelsäule wird als Schutzhülle des Rückenmarkes bei nahezu allen Bewegungen des Körpers benötigt. Sie besteht aus insgesamt 24 Wirbeln, sowie dem Kreuz- und dem Steißbein. Die Wirbel setzen sich aus Wirbelkörper, Wirbelbogen und -platte zusammen und bilden so den Kanal für das Rückenmark. Zwischen den Hauptkörpern der Wirbel befinden sich die Bandscheiben, die den Wirbeln als Polster dienen, um starke Bewegungen abzufedern.

Das University Comprehensive Spine Center (UCSC)

Unser Wirbelsäulenzentrum ist das erste in Ostdeutschland in der höchsten Kategorie (Level I) zertifizierte Wirbelsäulenzentrum der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG). Das UCSC besteht als Kooperation aus dem UniversitätsCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie (OUC) und der Klinik für Neurochirurgie (NCH). Es bietet allen Wirbelsäulenpatienten die höchste Kompetenz in Evaluation, Beratung und Behandlung. In den zweimal wöchentlich stattfindenden Wirbelsäulen-Spezialsprechstunden, interdisziplinären Wirbelsäulenkonferenzen und Boards wird gemeinsam über die bestmöglichen Behandlungsoptionen für unsere Patienten beraten und der optimale Therapieplan festgelegt.

Unser Zentrum leistet das gesamte Spektrum konservativer (multimodale Schmerztherapie) und modernster operativer Therapien - von minimal-invasiven, mikrochirurgischen Eingriffen mit intraoperativer CT- oder MRT gesteuerter Neuronavigation (Hybridsaal, 3-Tesla-ioMRT) bis hin zu komplexen dreidimensionalen Rekonstruktionsoperationen. Dazu gehören auch das intraoperative elektrophysiologische Monitoring und die Angiographie.

Die Neurochirurgie des UKD - Das Behandlungsspektrum

Die Neurochirurgische Abteilung der Universitätsklinik Dresden (UKD) ist seit Jahren auf Wirbelsäulenoperationen und Eingriffe im Bereich des Rückenmarks spezialisiert (siehe Übersicht). Das Behandlungsspektrum unserer Klinik umfasst die gesamte Wirbelsäule, inklusive der operativen Schmerztherapie (Rückenmarkstimulation, Spinalganglienstimulation und Morphinpumpenimplantation). Jährlich werden in unserer Abteilung mehr als 1.700 Patienten ambulant behandelt und ca. 450 Wirbelsäuleneingriffe stationär durchgeführt.

Als Schwerpunktklinik behandeln wir neben den verschleißbedingten Erkrankungen (Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten) auch eine Vielzahl spinaler Tumore (Metastasen, Tumore der Hirnhäute, etc.). Entzündliche Erkrankungen, vaskuläre Malformationen und angeborene Fehlbildungen gehören ebenfalls zum Spektrum. Die Revisionschirurgie (Anschlussinstabilitäten, Schraubenlockerung) und die Alterstraumatologie (Kyphoplastie; zementaugmentierte Instrumentationen) stellen einen weiteren Schwerpunkt dar. Dabei verfügen wir in der Therapie von osteoporotischen, pathologischen und traumatischen Frakturen über einen guten Erfahrungsschatz als Wirbelsäulenzentrum.

 Alle Krankheitsbilder werden mit möglichst schonenden, minimal-invasiven Zugangstechniken behandelt. Die offenen Eingriffe an der Wirbelsäule werden mikrochirurgisch durchgeführt. Rekonstruktive Operationen zur Behandlung von Wirbelsäuleninstabilitäten erfolgen in unserem Hybridsaal (intraoperative Computertomographie) unter Verwendung eines Navigationssystems (Brainlab).

Abnutzungsbedingte Wirbelsäulenerkrankungen (Degenerativ)

  • Bandscheibenvorfall
  • Spinalkanalstenose
  • Wirbelgleiten
  • Facettengelenkarthrose
  • Foramenstenose
  • Rezessusstenose
  • Osteochondrose
  • ISG-Syndrom
  • Mikrochirurgie/Endoskopie/Minimal-invasive Verfahren
  • Bandscheibenerhaltende und bandscheibenersetzende Operationen (Sequesterektomie, Frykholmoperation, ventrale Fusion, Diskektomie mit Implantation einer Bandscheibenprothese)
  • Mikrochirurgische osteoligamentäre Dekompression (Entlastungs-OP)
  • Stabilisierung mit/ohne Zementierung (Spondylodese)
  • Rekonstruktive Eingriffe (Korrekturspondylodese)

Tumore

  • Metastasen
  • primäre Knochentumore
  • extradurale Tumore
  • intradurale (intra-/ extramedullär) Tumore
  • Notfallbehandlung bei Querschnittlähmung (Entlastungs-OP)
  • Diagnosesicherung durch Biopsien
  • Mikrochirurgische Entfernung (Teil- oder Totalresektion)
  • Stabilisierung/Wirbelkörperersatz

Entzündungen

  • Diszitis
  • Empyem
  • Spondylitis
  • medikamentöse und ggf. operative Therapie bei einer akuten Entzündung
  • Instabilitätstherapie bei chronischen Entzündungen, z.B. Rheuma/Bechterew-Erkrankung
  • Abszessdrainage, Stabilisierung, Biopsie

Frakturen/Wirbelkörperbrüche

  • pathologisch bedingt
  • traumatisch bedingt
  • Notfallbehandlung bei Querschnittlähmung (Dekompression und Stabilisierung)
  • Intensivtherapie bei Polytrauma
  • Minimal-invasive Aufrichtung mittels Zementierung (Kyphoplastie, SpineJack)
  • Diagnostik und Therapieeinleitung bei Osteoporose

Deformitäten und Fehlbildungen

  • Spina Fifida
  • Tethered-Cord-Syndrom
  • Spinale Zyste
  • Liquorverlustsyndrom
  • Syringomyelie
  • Hydromyelie
  • Epidurale Lipomatose
  • Hyperkyphose
  • Blutpatch-Behandlung
  • Zystenentfernung
  • Mikrochirurgische Rekonstruktion mit Duraplastik
  • Skoliosetherapie
  • Dreidimensionale Korrekturoperation

Vaskuläre Pathologie

  • Durale AV-Fistel
  • Arteriovenöse Malformation (AVM)
  • Fistelverschluss
  • Angiographie
  • Embolisation
  • Resektion

Akutschmerztherapie und chronische Schmerzsyndrome

  • Abklärung einer Operationsnotwendigkeit
  • Beratung, Testung und Implantation von Schmerzpumpen- und Neuromodulationsverfahren (Rückenmarkstimulation oder Spinalganglienstimulation)

Blutung/Infarkt

  • Epidurale, subdurale, traumatische oder spontane Blutung
  • Myelitis transversa
  • Hämatomausräumung
  • Hämatomentlastung
  • Anlage einer Hämatomdrainage