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Pädiatrische Neurochirurgie

Die Hirntumoren des Zentralnervensystems bilden neben den Erkrankungen des blutbildenden Systems die häufigsten Neoplasien im Kindesalter. In der Neurochirurgischen Klinik Dresden werden jährlich ca. 40 pädiatrische Hirntumoren operiert. Die pädiatrische Neurochirurgie stellt spezielle Anforderungen an den Neurochirurgen und bildet ein Spezialgebiet in der Neurochirurgie. Fehlbildungen des knöchernen Gesichts- und Hirnschädels werden in interdisziplinärer Zusammenarbeit den Kliniken für Kinderchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Neurochirurgie operiert.


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Tumorchirurgie

Die häufigste Lokalisation befindet sich in der hinteren Schädelgrube.
Es kommen jedoch auch Kinder zur Aufnahme, deren Tumoren in den Hirnkammern des Großhirns oder im Bereich der vorderen Schädelbasis liegen.

pilozAstro

Pilozytisches Astrozytom

>> Bei Kindern wird nach Möglichkeit stets eine vollständige Tumorexstirpation angestrebt.

Postoperativ werden routinemäßig MRT-Kontrollen vorgenommen, die das Ausmaß der Tumorexstirpation dokumentieren. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um objektiv die postoperative Ausgangssituation für u.U. notwendige weitere Therapiemodalitäten darzustellen.

Plexustumor

Medulloblastom
Plexustumor Medulloblastom

In der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neuropädiatrie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist die postoperative Behandlung der Kinder, die auch hier während ihres stationären Aufenthalts betreut werden, gesichert.

Sofern es die Diagnose des Tumors erfordert, werden Strahlen- und/oder Chemotherapie nach bundesweit anerkannten Studienprotokollen durchgeführt.

Hydrozephalus

Die Behandlung des Hydrozephalus ist ein weiteres Schwerpunktgebiet in der pädiatrischen Neurochirurgie. Neben einer individuellen ventilgesteuerten Shuntoperation kann durch die endoskopische Ventrikulozisternostomie heute vielfach auf eine Shuntimplantation verzichtet werden. Auch vielkammerige Fehlbildungshydrocephali können so erfolgreich therapiert werden.

Schädelfehlbildungschirurgie bei Kindern

Vorzeitige Schädelnahtverknöcherungen (prämature Kraniosynosthosen) führen neben dem kosmetischen Aspekt einer Schädelfehlbildung zur Einengung des Schädelinnenraumes. Das wachsende Gehirn kann durch die damit verbundene Steigerung des intrakraniellen Druckes schwer und irreparabel geschädigt werden (einschl. Sehnerven).

Da nicht nur der Hirnschädel, sondern auch der Gesichtschädel betroffen ist, erfordert die operative Versorgung eine interdisziplinäre Zusammenarbeit . Seit über 14 Jahren werden diese Erkrankungen in gemeinsamen Operationen der Kliniken für Kinderchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Neurochirurgie erfolgreich behandelt.