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Für Eltern

Die Station KJP-S2 nimmt als offene Psychotherapiestation Kinder und Jugendliche auf. Es stehen 12 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Seelische Probleme können sich auf unterschiedliche Arten zeigen. Wenn Kinder und Jugendliche psychische (und emotionale) Probleme haben, die auf sonst übliche Weise nicht mehr lösbar scheinen, kann eine stationäre Psychotherapie hilfreich sein. 

Es werden Kinder und Jugendliche, die von Kinder- oder Nervenärzten, ambulant tätigen Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie bzw. Hausärzten zur Aufnahme eingewiesen werden, behandelt.

Neu ist ein spezielles Behandlungsangebot für Kinder- und Jugendliche mit Angststörungen. Dabei finden u. a. folgende Behandlungssäulen Anwendung: Psychoedukation (Aufklärung über das Störungsbild), Erstellung einer Angsthierarchie sowie graduierte Exposition (Auseinandersetzung mit der angstauslösenden Situation). Die verhaltenstherapeutisch orientierte Therapie findet in Einzelsitzungen und in angstspezifischen Gruppen statt. Außerdem kommen, wie bei der Behandlung anderer psychischer Störungen auch, u. a. Ergo- und Physiotherapie (incl. Entspannungsverfahren) und Reittherapie zum Einsatz. BILDBILDBILD

Therapie fängt bei uns nicht erst mit der Aufnahme an, sondern beginnt schon viel früher. Nach der Kontaktaufnahme durch den überweisenden Arzt bzw. durch die Eltern oder Jugendlichen selbst wird zunächst ein Vorgespräch mit den Eltern und/oder zentralen Bezugspersonen vereinbart. Eine Aufnahme ist jedoch auch je nach Dringlichkeit kurzfristig möglich. 
Im Verlaufe dieses Vorgespräches werden zunächst die Probleme und Symptome, die zur Aufnahme führen, sowie Veränderungswünsche und Ziele herausgearbeitet. Es werden außerdem das therapeutische Konzept der Station mit den angebotenen Therapien, Stationsordnung und Tagesablauf vorgestellt. Können sich Jugendliche und Eltern eine Aufnahme vorstellen, so wird meist nach einer Bedenkzeit ein Aufnahmetermin vereinbart. 

Die erste Zeit der stationären Behandlung dient vor allem der Diagnostik (körperliche und psychologische Untersuchungen) und dem therapeutischen Beziehungsaufbau. In einem Zwischengespräch werden Therapieziele, notwendige und sinnvolle Behandlungsbausteine besprochen und der weitere Therapieverlauf und die Behandlungsdauer festgelegt. In der Abschlussphase der Therapie wird die Entlassung vorbereitet, oft durch eine stufenweise Wiedereingliederung in Heimatschule, Elternhaus und eine über den stationären Aufenthalt hinausgehende Weiterbetreuung (Jugendhilfe, Psychotherapie u.a.) in die Wege geleitet. 

Bedingung für eine Aufnahme auf der Kinder- und Jugendlichenstation ist das Einverständnis der Kinder und Jugendlichen mit einem Aufenthalt. Die Türen sind tagsüber offen und werden nur im Notfall kurzfristig verschlossen. Freier Ausgang, Besuchszeiten, regelmäßige Wochenendbeurlaubungen und ggf. stunden- oder tageweiser Besuch der Heimatschule gegen Ende der Therapie gehören zum Therapiekonzept.

Das Behandlungsteam besteht aus Oberarzt, Ärzten, Psychologen, Ergo- und Bewegungstherapeuten, Schwestern/Pflegern, Erziehern und Klinikschullehrern.

Die Therapieangebote umfassen neben Einzeltherapie (je nach Störungsbild systemisch und verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch fundiert) und Familientherapie, Gesprächsgruppentherapie, Selbstsicherheitstraining (Soziale-Kompetenz-Gruppe), Mehrfamiliengruppen, Klinikschule, Ergo-, Bewegungs- und Tanztherapie einzeln und in der Gruppe, Therapeutisches Reiten sowie verschiedene soziotherapeutische Angebote (Sport, Kochgruppe, Gruppenaktivitäten). Im Einzelfall kann sich eine begleitende medikamentöse Therapie als sinnvoll und notwendig erweisen. 

Als systemisch-familientherapeutisch orientierte Station ist uns die enge Zusammenarbeit mit den Eltern, der weiteren Familie, Heimatschule und/oder anderen wichtigen Bezugspersonen/Einrichtungen (Einrichtungen der Jugendhilfe, Vereine u.a.) sehr wichtig. 

Auf Wunsch bzw. bei gegebener Notwendigkeit ist eine tagesklinische oder ambulante Weiterbetreuung im Rahmen der Ambulanz möglich.

Ansprechpartner:  Dr. Susanne Tändler

Weitere Informationen zur Kinder- und Jugendlichenstation finden Sie hier.

Anmeldung
Telefon: (03 51) 458 35 76 
Kinder- und Jugendlichenstation - KJP-S2 (Haus 25) 
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der TU Dresden 

Wir sind Montag bis Donnerstag von 07:30 bis 17:00 Uhr und Freitag von 07:30 bis 14:30 Uhr zu erreichen. Sollte das Telefon nicht besetzt sein, können Sie auf unserem Anrufbeantworter unter der obigen Nummer eine Nachricht hinterlassen, wir rufen Sie dann gerne zurück.