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Bereich Pädiatrische Intensivmedizin der Kinderintensivstation

Auf der Intensivstation ITS-1 werden Kinder aller Altersstufen intensiv- und notfallmedizinisch versorgt. Die Station verfügt über 12 Intensivbetten (5 Isolationszimmer, hiervon 2 Verbrennungsbetten).
Schwerpunktmäßig werden Kinder mit folgenden Erkrankungen betreut:

  • akute pädiatrisch-internistische Krankheitsbilder, z.B. schwere Infektionen, Organversagen, neurologische Erkrankungen, hämatologisch-onkologische Erkrankungen
  • Verbrühungen/ Verbrennungen
  • Polytrauma bzw. Schädelhirntrauma
  • nach größeren operativen Eingriffen (Kinderchirurgie inklusive Tumorchirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie, HNO)
  • akutem Nierenversagen zur Peritoneal- oder Hämodialyse
  • Vorbereitung und Durchführung von Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantationen von Säuglingen und Kleinkindern in Kooperation mit den pädiatrischen Hämato-/Onkologen
  • Neugeborene mit Organversagen, nach Asphyxie (Sauerstoffmangelzustand) oder mit angeborenen Fehlbildungen sowie Frühgeborene jenseits der vollendeten 30. SSW

Die interdisziplinäre Therapie unserer Patienten erfolgt zusammen mit den Kolleg*innen der pädiatrischen
Spezialgebiete, der Kinderchirurgie, der Neurochirurgie, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der HNO und Augenheilkunde sowie der Kinderradiologie. Die Behandlung von Kindern mit kardiologischen Krankheitsbildern erfolgt durch unsere Kinderkardiologen in enger Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum Leipzig.
Für Kinder ab 8 Jahren besteht in Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen der Anästhesie die Option zur (pulmonalen) ECMO (= Extrakorporale Membranoxygenierung). Außerdem stehen Verfahren zur Plasmapherese bzw. Immunadsorption zur Verfügung. Zusammen mit den Kolleg*innen der Anästhesie stellen wir ein medizinisches Notfallteam (MET), das binnen weniger Minuten auf allen Stationen, Ambulanzen und Funktionsbereichen der Kinderklinik einsatzbereit ist.

Durch Implementierung eines Antibiotic Stewardship Programmes im Rahmen regelmäßiger infektiologischer Visiten wird ein rationaler Antibiotika-Einsatz sichergestellt. Dadurch können wir die Qualität der Antibiotikaverordnungen bei unseren Patienten verbessern und sie vor unerwünschten Nebenwirkungen schützen sowie das Risiko der Selektion von bakteriellen Krankheitserregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen reduzieren.“

Alle Mitarbeiter*innen (pflegerischer und ärztlicher Dienst) werden regelmäßig in hausinternen Reanimations- und Atemwegstrainings, in EPALS-Kursen sowie beim Simulationstraining auf der Intensivstation im Erkennen und Behandeln von Notfallsituationen geschult.

Das Team der Pflegekräfte und Ärzte wird durch Physiotherapeuten, Musiktherapeuten und Logopäden ergänzt. Die Kolleg*innen der Physiotherapie behandeln die Patienten an 6 Tagen pro Woche 1-2mal täglich. Schwerpunkte sind neben der Atemtherapie bei Lungenerkrankungen v.a. Behandlungen auf neurophysiologischer Grundlage nach Bobath und Vojta.

Eine erfahrene Psychologin steht zur akuten Krisenintervention und zur Krankheitsbewältigung den Patienten und deren Familien zur Verfügung. Für die Eltern von Neugeborenen und Säuglingen bietet das Team des FamilieNetzes neben pflegerischer Anleitung auch eine umfassende psychosoziale und sozialmedizinische Unterstützung.

Für Patienten aller Altersklassen bis zum jungen Erwachsenen steht mit dem „Brückenprojekt“ eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) zur Verfügung. Im Einzugsgebiet Sachsen betreut und unterstützt das Team die Familien beim Übergang von der stationären in die ambulante häusliche Versorgung unter Beteiligung ambulanter Partner am Heimatort des Patienten.
Die Etablierung einer professionellen Transportstruktur für pädiatrische Intensivpatienten ist in der konkreten Planung.

Team

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Prof. Dr. med. Sebastian Brenner

  • Bereichsleitung Pädiatrische Intensivmedizin
    (Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin, Palliativmedizin)


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Dr. med. Heike Schützle

  • Oberärztin
    (Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin)


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Dr. med. Stefan Winkler

  • Funktionsoberarzt
    (Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin)


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Dr. med. Matthias Richter

  • Funktionsoberarzt
    (Neonatologie, Palliativmedizin, Schmerzmedizin, Rheumatologie)


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Dr. med. David Brandt

  • Facharzt


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Matthias Nestler

  • Facharzt


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Dr. med. Jakob Armann

  • Facharzt
    (Pädiatrische Infektiologie)


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Dipl.-Psych. Cynthia Pönicke

  • Psychologische Versorgung


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Marion Sommerfeld

  • Pflegerische Leitung der neonatologischen und pädiatrischen Intensivstation


Kontakt Stationsstützpunkt:

0351/458-3139
0351/458-7205

Weiterbildung

Pflege:
Am Uniklinikum Dresden wird für Pflegekräfte die zweijährige Fachweiterbildung „Intensivpflege und Anästhesie in der Kinder- und Jugendmedizin“ angeboten.

Ärzte:
Für in der Facharztweiterbildung fortgeschrittene Kollegen/innen bzw. für Fachärzte/ärztinnen in Kinder- und Jugendmedizin besteht die Option zur Erlangung der Zusatzbezeichung „Intensivmedizin in der Kinder- und Jugendmedizin“.

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