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Brustkrebsrisiko bei Männern

Brustkrebsrisiko bei Männern

Jedes Jahr erkranken rund 700 Männer in Deutschland an Brustkrebs. Das Lebenszeitrisiko für Männer, an Brustkrebs zu erkranken, beträgt ca. 0,1 %. Männer mit krankheitsverursachenden Veränderungen im BRCA1-Gen tragen ein leicht erhöhtes Lebenszeitrisiko für Brustkrebs (ca. 1,2 %) und ein moderat erhöhtes Lebenszeitrisiko für Prostatakrebs (ca. 29 %) gegenüber Männern in der Allgemeinbevölkerung (0,1 % bzw. 12 %). Männer mit krankheitsverursachenden Veränderungen im BRCA2-Gen tragen ein ebenfalls erhöhtes Lebenszeitrisiko für Brustkrebs  (ca. 7-8 %) zu erkranken und ein deutlich erhöhtes Lebenszeitrisiko für Prostatakrebs (ca. 60 %) gegenüber Männern in der Allgemeinbevölkerung.

Männlichen Trägern der Veränderung wird die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust etwa ab dem 35. Lebensjahr empfohlen, bei Auffälligkeiten (bspw. Rötungen, Schwellungen, Einziehungen) sollte zeitnah eine gynäkologische Mitbeurteilung erfolgen. Eine Brustkrebsfrüherkennung für Männer mit nachgewiesenen krankheitsverursachenden Veränderungen in einem der assoziierten Gene führen wir nicht durch. Eine genetische Beratung soll gemäß der S3-Leitlinie zum Mammakarzinom allen Männern mit Brustkrebs empfohlen werden. Außerdem besteht für Männer mit Brustkrebs ebenso die Möglichkeit der Teilnahme an Studien und Registern.