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Notfallmedizin

Notfallmedizin

Wir beteiligen uns als Dienstaufgabe an der Absicherung der Notarztdienste im Stadtgebiet Dresden.

Die Klinik der Anästhesiologie und Intensivtherapie des Uniklinikums Dresden beteiligt sich im Rahmen ihrer Dienstaufgaben an der Absicherung der Notarztdienste im Stadtgebiet Dresden. Fachärztinnen und Fachärzte sowie erfahrene Weiterbildungsassistent*innen mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin absolvieren in einer dreimonatigen Rotation hauptsächlich Notarztdienste auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), welches am Standort der Feuerwache 3 auf der Glashütter Straße in Dresden-Striesen stationiert ist.

Hierbei wird das NEF 24 Stunden bei der Akutversorgung von Patienten im gesamten Stadtgebiet Dresden alarmiert. Die NEF-Teams, bestehend aus dem NEF-Fahrer (Rettungsassistent*in der Berufsfeuerwehr Dresden) und einer Notärztin bzw. einem Notarzt, wechseln sich im 12 h-Rhythmus ab. 

 

Die Ausbildung der Notärzt*innen ist durch die Sächsische Landesärztekammer mit der „Zusatzbezeichnung Notfallmedizin“ geregelt. Alle ärztlichen Mitarbeiter*innen der Anästhesie erhalten einmal jährlich ein Reanimationstraining. Durch die innerklinische, notfallmedizinische Erfahrung der anästhesiologischen Kolleg*innen im Rahmen der Besetzung des Medical Emergency Teams (MET) oder die Betreuung von polytraumatisierten Patient*innen im Schockraum und im OP ist die hier erworbene Expertise gut auf die präklinischen Situationen zu übertragen und in angepasster Form anzuwenden.

Folgende Erkrankungen und medizinische Notfälle werden laut Notarztindikationskatalog der Bundesärztekammer vom 22.02.2013 notärztlich versorgt:

  • Störung der Vitalparameter (Bewusstsein, Atmung, Kreislauf)
  • Behandlung von Schmerzzuständen
  • Schwerer Verkehrsunfall mit Hinweis auf Verletzte
  • Unfall mit Kindern
  • Brände/Rauchgasentwicklung mit Hinweis auf Personenbeteiligung
  • Explosionsunfälle, thermische oder chemische Unfälle mit Personenbeteiligung
  • Strom- oder Blitzunfälle
  • Ertrinkungs- oder Tauchunfälle oder Eiseinbruch
  • Einklemmung oder Verschüttung
  • Drohender Suizid
  • Sturz aus Höhe (>3m)
  • Schuss-/Stich-/Hiebverletzungen im Kopf-, Hals-, Rumpfbereich
  • Geiselnahme, Amoklage oder sonstige Verbrechen mit unmittelbarer Gefahr für Menschenleben
  • Unmittelbar einsetzende oder stattgehabte Geburt
  • Vergiftungen mit vitaler Gefährdung

Die monatlichen Einsatzzahlen des Notarzteinsatzfahrzeuges liegen zwischen 350 und 400

 .Notärzte

Im Rahmen von internen Fortbildungsveranstaltungen werden brisante Notfälle nochmals thematisch aufgearbeitet und gemeinsam mit den Notärzt*innen, Rettungsassistent*innen am Standort und Mitarbeiter*innen des Kriseninterventionsteams interdisziplinär aufgearbeitet und diskutiert. Diese Fortbildungsveranstaltungen finden einmal im Quartal statt. Zusätzlich werden unsere Notärzt*innen in den vom European Resuscitation Council (ERC) zertifizierten Kursen für Erwachsenen- und Kinderreanimation sowie in der Schwerverletztenversorgung geschult. Diese Kurse finden im Simulatorzentrum ISIMED statt. Auch externen Kolleginnen und Kollegen steht die Teilnahme an den zertifizierten Kursen offen.

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