• Monitoring Ohrchirurgie
Sensor-Monitoring-Modul zur
Überwachung der Lärmbelastung bei Operationen am Schädel (gefördert durch das
Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF 01 EZ 0901)
Operationen im Bereich des Schädels unter Einsatz von Bohr- und Fräswerkzeugen werden vielfach mit sanierender und rekonstruktiver Zielstellung durchgeführt. Im Einzelfall können dabei unbeabsichtigte Hörverschlechterungen durch Lärmeinwirkung während der Operation durch Bohr- und Fräswerkzeugen kommen.
Die Entwicklung eines akustischen Monitorings für sämtliche Bohr- und Fräsarbeiten ist Ziel dieses Projektes.

Wie hinreichend bekannt erfolgt die Wahrnehmung eines Schallereignisses nicht ausschließlich über den Weg Aussenohr-Mittelohr-Innenohr. Auch über die sogenannte Knochenschallleitung des Schädels erfolgt eine Anregung der rezeptiven Nervenenden im Innenohr. Die Ermittlung eines equivalenten Schalldruckpegel bei Operationen und dessen Minimierung hat damit eine hohe klinische Relevanz. Während für das medizinische Personal die Belastung durch die Umgebungs- und Arbeitsgeräusche im Allgemeinen unter 85 dB(A) liegen sind für Patienten Spitzenpegel von >120 dB(A) beobachtet worden. Innerhalb dieses Projektes werden Messmöglichkeiten für Knochenschall mit möglichst einfachen Sensoren untersucht, die im chirugischen Alltag zum Einsatz gelangen können. Damit soll in Zukunft eine Qualitätssicherung ohrenärztlicher, neurochirurgischer und kieferchirugischer Eingriffe durch ein standardisiertes Sensorsystem ermöglicht werden.
Kontakt:
Prof.
Dr. med. Dr. h. c. Thomas Zahnert
Tel.: +49 351 458 4420
Dipl.-Ing. Mario Fleischer
Tel.: +49-351-458-2586
E-Mail: mario.fleischer@uniklinikum-dresden.de